Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten
Blocher weg!
Von M. M., 12. Dezember 2007 – 10:27:00
Herr Blocher ist abgewählt, trotz 30%-Resultat bei den letzten Wahlen. Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf (Graubünden) ist mit 125 Stimmen gewählt. Die Frage ist jetzt: Nimmt sie die Wahl an?
SVP-Fraktionschef Baader beantragt mit zittriger Stimme Sitzungunterbruch bis 13.00 Uhr. Sitzungsunterbruch vom Parlament abgelehnt.
Herr Rutz, SVP-Parteisekretär, sagt, Frau Schlumpf werde die Wahl nicht annehmen. In diesem Fall müsste nochmals gewählt werden. Dann müssten die Mitte-Links-Parteien einen anderen Kandidaten finden.
Nimmt sie jedoch an, verlässt die SVP die Regierung und wir haben eine Opposition und eine Regierung. Wie in anderen Ländern auch.
- 4.0
- | Kategorie: Wahlen '07
Kommentare
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Der Akt der "Anschlüssler"..
- Von: Bern-i
- , 12. Dezember 2007,
- 14:01
so, jetzt wird es klarsichtiger - das trojanische Chamäleon hat sich weiter geoutet - es hängt mit grosser Mehrheit an den "Anschlüsslern".. - die Wahlen zeigen die Polit-Richtung auf: Anschluss oder nicht. Die Anschlüssler eliminieren jene, die sich dem nächsten Reich (nach dem 3. folgt bekanntlich das 4.) nicht unterwerfen, anschliessen wollen. Die "Anschlüssler" sind teigmässig vernetzt -
Chrischi Blocher ist einer der wenigen, die stets seine klare "Nicht-Anschlüssler-Linie" eingehalten hat.. die "kurvenreichen Chamäleons-Gebilde" kriechen schlangenhaft mit vielen Windungen und Wendungen schleichend vorwärts... um, wie auch immer, "anschlüsslen" zu können... wie damals zu Beginn des dritten Reiches schon die damaligen "Anschlüssler"...
Um nicht mehr und nichts weniger geht es m.E. - unterwürfigst leckt kriechend....
Re: Blocher als Parteipräsident
- Von: theddy
- , 12. Dezember 2007,
- 13:23
Immer wieder diese Drohung von Opposition. Hat denn die SVP bisher etwas anderes getan?
Re: Blocher als Parteipräsident
- Von: anaximander
- , 12. Dezember 2007,
- 12:48
und Oppositionsführer. Starke Persönlichkeiten in der Politik sind in der Schweiz nicht gefragt; man bekennt sich zum unteren Mittelmaß. Elitäres Denken ist in diesem Land seit jeher verpönt. Was nun die CVP anbelangt, so glaube ich, dass sie sich heute ihr eigenes Grab geschaufelt hat.
Hochspannung
- Von: FLOG
- , 12. Dezember 2007,
- 12:03
Also ich bin gespannt, wie lange es dauert bis Frau Widmer-Schlumpf in Bern aufkreuzt%u2026 In einer Stunde? In zwei Stunden? Und dann die Frage: Wird sie sich noch mit der Fraktion absprechen oder einfach ihre persönliche Entscheidung mitteilen? es bleibt spannend, micro-blogging auf http://twitter.com/flo...
Re: Blocher weg!
- Von: theddy
- , 12. Dezember 2007,
- 11:57
Das Parlament hat auch gemerkt, dass ein Oppositons-Führer in der Regierung keinen Platz hat. Und die "Drohung" der SVP, in die Opposition zu gehen, ist eine Leerformel - die SVP ist ja schon längst IMMER in der Opposition - ist nicht einmal fähig, etwas differenzierter denkende eigene Parteimitglieder zu stützen.
Re: Blocher weg!
- Von: Unwissender
- , 12. Dezember 2007,
- 11:16
Was passiert eigentlich, wenn Frau Schlumpf die Wahl nicht annimmt? Dann gilt Blocher als gewählt?
Hans Ruedi mit 213
- Von: aísthesis
- , 12. Dezember 2007,
- 11:29
Wie könnte man klarer sagen, worum es geht!
Desavouierung von 29% SVP-Wähler/Innen
- Von: Herakleitos
- , 12. Dezember 2007,
- 13:45
Ich hoffe, dass die SVP sich nun definitiv von der nach links gedrifteten Chamäleonpartei CVP verabschiedet.
Was heute Morgen im Bundeshaus abgegangen ist ,ist der Aufstand des Mittelmasses, der Neidischen, der Zukurzgekommenen. BR Blocher ist eben in jeder Hinsicht Meilenweit den anderen Parteien voraus, das goutiert eben das Mittelmass nicht.
Die Ems-Chemie unter Blocher ist immerhin der grösste Arbeitgeber des Kantons GR.Frau Widmer-Schlumpf wird sich die Annahme der Wahl gut überlegen müssen.
Markige Worte
- Von: Feldschütz
- , 12. Dezember 2007,
- 16:40
Lieber Herakleitos
Dem Namen folgen sind dies markige Worte und Muskelspiel schönster SVP Prägung.
Erstens: "Desavouierung" - 29% sind in Gottes Namen immer noch eine Minderheit.
Zweitens hat sich die SVP schon längstens von der CVP verabschiedet. Vielleicht haben das die SVP Anhänger bisher anders gesehen.
Drittens: "Aufstand des Mittelmasses" - die älteste und billigste Erklärung der schlechten Verlierer. Der zitierte "meilenweite" Vorsprung von Herrn Blocher ist wahrscheinlich auf seine unanständigen Propagandamethoden nicht aber auf seinen Fähigkeitsausweis als Bundesrat bezogen.
Viertens: Die EMS Chemie wird von Frau Martullo Blocher gleitet. Seither ist sie (die Firma) auch richtig erfolgreich. Die EMS Chemie wird kaum den Kanton GR wegen der Bundesratswahl verlassen. Da überschätzt sie (die SVP) sich gleich nochmals. Frau Widmer-Schlumpf muss sich nur überlegen, ob sie die SVP endgültig spalten will oder nicht. Einen fraktionslosen Bundesrat hat die SVP nun ja schon mit Herrn Schmid.
Also soll die SVP ruhig in die Opposition gehen, wir sehen gelassen zu.
Re: Desavouierung von 29% SVP-Wähler/Innen
- Von: Dagobert Durutti
- , 12. Dezember 2007,
- 14:38
Nein, es ist ganz einfach das Resultat einer demokratischen Abstimmung. Man kann halt nicht den Fünfer und das Weggli gleichzeitig haben. Entweder ist man als Partei mit einem Wähleranteil kleiner 50 % zu Kompromissen bereit, wenn man beim regieren mitmachen will. Oder dann geht man in die Opposition.
Der omnipotente Ex-BR Blocher war seit vier Jahren Oppositionsführer und Regierungsmitglied in einer Person.
Hoffen wir, dass sich nach den heutigen Tag die Fronten endlich klären und wir klare Verantwortlichkeiten haben, wer dieses Land vorwärts bringt und wer eben nicht.
Re: Re: Desavouierung von 29% SVP-Wähler/Innen
- Von: Dr Dean
- , 12. Dezember 2007,
- 15:47
Die Verweigerung gegenüber Blocher folgt einer gewissen, durchaus nicht geringen, Logik. Man wahrt die Konkordanz, tritt aber dem Mann in den Hintern, der für alles Mögliche stehen mag - außer Konkordanz.
Die Wähler werden gewiss nicht verachtet, gewiss nicht, eher schon die marktschreierischen Methoden des Herrn Blocher. Herr Blocker hat gedacht, er könne gleichermaßen an der Konkordanz teilnehmen und Fundamentalopposition spielen.
Er kann es nicht. Und das ist gut so.
CVP und Schmid Charakterruinen
- Von: DDH
- , 12. Dezember 2007,
- 18:58
Die CVP desavouiert das Bürgertum, das sie in Restbeständen bis dato immer noch gestützt hat.
Vor allem aber gilt der alte Mörgeli-Satz: Wäre der Charakter ein lebenswichtiges Organ, Samuel Schmid müsste künstlich am Leben gehalten werden!
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Blocher als Parteipräsident
der SVP in der Opposition wird weiter zur Stärkung der SVP beitragen. Die Mitteparteien, insbesondere die CVP, werden es in Zukunft noch schwerer haben. Blochers Abwahl ist ein Zeichen dafür, dass starke Persönlichkeiten in der Schweiz ein Opfer des Neidsyndroms werden. Nur immer Stilfragen als Begründung für eine sachlich gute Arbeit zeigen die schwache Argumentation der Blocher-Gegner. Die CVP hat sich in die Gefangenschaft der Linken begeben. Dies wird ihr in den konservativen Stammlanden nicht nur Freunde bescheren, aber der SVP neues Wählerpotenzial erschliessen.