Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten
Das Ende der Political Correctness
Von M. M., 05. Januar 2010 – 17:55:00
Die Minarettabstimmung in der Schweiz hat ja einige Leute ziemlich aufgeschreckt.
Denn in den letzten Jahren hat sich eine Verhaltensnorm durchgesetzt, die als Massstab für aufgeklärtes und liberales Handeln und vor allem Denken gilt: die Political Correctness.
Dieser Zeitgeist hat einen eigenen Typus Politiker hervorgebracht, in Basel etwa den Stadtpräsidenten Guy Morin. Für ihn ist der Ruf des Muezzins und das Läuten der Kirchenglocken dasselbe. Das ist Political Correctness at its best.
Doch nun scheint es so, dass sich die Zeit der Political Correctness ihrem Ende zuneigt.
Das Abstimmungsresultat von November war ein erster, geräuschvoller Schritt. Doch es wird nicht der letzte sein. Angesichts der Bedrohungslage durch islamistische Terroristen, die sich immer mehr zuspitzt, wird man Dinge beim Namen nennen, die heute noch unter den Schutzbegriff "Political Correctness" fallen.
Beispielsweise werden an den Flughäfen - die Sprecherin des Flughafens Zürich wollte das nicht öffentlich sagen - dunkelhäutige Männer und Frauen und solche aus von den USA bezeichneten Ländern anders behandelt als beispielsweise blonde Schwedinnen oder blauäugige Mitteleuropäer.
Politisch korrekt müsste man das als Rassismus bezeichnen.
Angesichts der unbestrittenen Tatsache, dass blonde Schwedinnen bis jetzt noch nie ein Attentat verübt haben, ist dies jedoch nichts anderes als logisch.
In den USA ist die Diskussion hinsichtlich der Political Correctness nicht nur in konservativen Zirkeln, repräsentiert etwa durch den American Thinker, "a hot issue".
Auch in, in unserem Sinn, "liberalen" Medien, wie beispielsweise "The Daily Beast", wird sie zu einem Thema.
Of course, the great majority of Muslims—whether here or abroad—are peaceable, and it is devilishly difficult to design a protective system that separates murderous jihadis from a nonviolent majority without chafing against some civil liberties. But the question many now ask is whether we are worrying too much about those liberties and not enough about saving lives.
Schreibt der Daily Beast-Journalist Tunku Varadarajan unter dem Titel "Stop the Deadly Political Correctness". Und er fährt fort:
Obama cannot say, formally, that our most pressing problem is with Islamist terrorism, even though incidents of terrorism by non-Muslims are trivial these days. And as we, as a society, are still bound fast to our proprieties, we cannot formally say that we are afraid of radicalized Muslims getting on planes to kill us. We cannot, formally, segregate Muslim passengers from the rest in airport security. We cannot, formally, say that the intellectual author of this terrorism is Saudi Arabia and the main logistical base is Pakistan.
Wir stehen vor dem ernsthaften Problem - für das ich, zugegeben, auch keine Lösung parat habe - dass wir zwar einsehen (müssen), dass wir bedroht werden und verwundbar sind, und dass wir auf Jahre hinaus einen Kampf führen müssen, den wir nicht Krieg nennen dürfen, schon gar nicht "gerechter Krieg" weil die Political Correctness dies nicht zulässt.
- 4.8
- | Kategorie: Einsichten
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Von den Israelis kann man lernen.
- Von: Mittelmass
- , 05. Januar 2010,
- 23:18
Weil, die suchen nämlich nach den Bombenlegern und weniger nach den Bomben! Hier ein Artikel dazu:
http://www.welt.de/pol... />
Und hier noch ein kleiner Reisebericht vom "gelobten" Land:
Ich war in Israel, bin mit der EL AL geflogen (und bin türkischer Abstammung!) Mir wurde von Freunden schon vorher gesagt, dass ich damit rechnen muss bei der Einreise länger kontrolliert zu werden. An der Passkontrolle in Tel Aviv war zuerst alles in Ordnung, mein Aussehen, der (CH-) Pass, bis sie meinen Namen sah. Das war lustig. "Sie heissen wirklich ....?" Dann drückte sie einen Knopf und ich wurde in einen Raum geschickt der halb abgeschirmt war. Da sass ich nun mit allen Anderen die irgendetwas moslemisches an sich hatten. Keiner machte Probleme oder regte sich auf. Ich las ein Buch. Nach mehreren kurzen, höflichen Befragungen (was ich in Israel will, wohin ich will usw.) von immer wieder verschiedenen Personen (auch hübschen Israelinnen) und zwei Stunden später wurde ich zum Ausgang begleitet und das wars auch schon.
Ich übernahm dann mein Mietauto, fuhr zu meinem Hotel und startete von dort aus meine Rundreise. Nie hatte ich das Gefühl unerwünscht zu sein, lernte sehr viele Leute kennen und als sie meinen Namen hörten tat dies dem allgemeinem Wohlbefinden keinen Abbruch. Ich nahm auch viele Autostopper mit, einmal sogar drei Soldaten. Autostopp ist sehr verbreitet in Israel.
Vor allen Lokalen stehen Sicherheitsleute und alle werden gleich kontrolliert. Ich konnte keine Diskriminierung der Palästinenser feststellen. Die wollen sicher nicht in ein arabisches Land, wie immer der auch heissen mag.
Nach den zwei Wochen Ferien hatte ich das Gefühl als wäre ich viel länger im Land gewesen, es waren absolut tolle Ferien.
Die Ausreise gestaltete sich entgegen meinen Erwartungen als sehr einfach, kurz den Koffer aufgemacht, ein paar Fragen, ok.
Fazit: Soll ich mich nun Ärgern, dass ich bei der Einreise genauer geprüft worden bin? Warum sollte ich. Die haben ja Recht. Nicht alle Moslems sind Terroristen, aber fast alle Terroristen sind Moslems.
Und wenn die Political Correctness schon mal aufgehoben ist sollte man nun auch endlich mit dem blöden Wort "Islamistisch" aufhören. Iran ist keine islamistische sondern eine islamische Republik, die Terroristen sind Moslems und nicht Nigerianer in erster Linie. Besser wäre es von islamischen Extremisten / Terroristen / Diktaturen zu sprechen.
Wenn jemand alkoholiker ist hat er ja auch ein Alkoholproblem und nicht ein alkoholistisches Problem.
Re: Von den Israelis kann man lernen.
- Von: M.M.
- , 06. Januar 2010,
- 08:04
Ich war 1969 in Israel. Per Autostopp von Basel bis Athen, d.h. die letzte Strecke von Igomenitsa nach Athen lag ich hinten in einem Lieferwagen-Mini ohne Fenster.
Die Gruppe, mit der ich zusammen war, wollte auf die Inseln. Ich hatte noch 80 Dollar (damals mal vier) und fragte im Reisebüro in Piräus, was denn die Überfahrt nach Israel koste.
55 Dollar. Das reichte. Also bin ich mit einem Passagierschiff zwei Tage später nach Haifa geschippert (von der Kabine im Keller habe ich nicht viel gesehen, mir war schon an Deck kotzübel).
Frühmorgens legten wir in Haifa an. Der Zoll kam aufs Schiff und als ich dran war, sagte der Mann auf Englisch, ich müsse wieder zurück nach Griechenland.
Ich hatte damals noch einen deutschen Pass. Und Deutsche brauchten für die Einreise nach Israel ein Visum. Gut, hätte man wissen können. Aber haben mich damals derartige Kleinigkeiten wirklich interessiert?
Etwas ungläubig schaute ich den Mann an und er blätterte in meinem Pass rum. Dann sagte er in bestem Badenserisch: Wart mal da auf der Seite, Bub.
Als alle durch war meinte er, er komme aus dem Schwarzwald und Freiburg (mein Geburtsort) kenne er sehr gut. Er würde mir jetzt das Visum ausstellen und das koste 5 Dollar. Dann sausten ein paar Stempel in den Pass.
Er begleitete mich dann persönlich durch die Hafenanlage bis zum Ausgang und wünschte mir einen schönen Aufenthalt in Israel.
Eine Woche später war ich in Eilat und habe dort als Putzhilfe in der Kupfermine gearbeitet, aber das ist eine andere Geschichte.
Re: Re: Von den Israelis kann man lernen.
- Von: Mittelmass
- , 06. Januar 2010,
- 20:10
In Eilat war ich auch für ein paar Tage. Da bliess am ersten Tag, ich kam vom Toten Meer her, ein Südwind aus Saudiarabien, dass die Temperaturen im Mai auf 45° ansteigen liess. Ich dachte schon, was mache ich hier aber zum Glück gingen die Temperaturen wieder runter. Die Landschaft ist toll. Ich fuhr dann links die 12 hoch, dann auf der 40 über Mitzpe Ramon, sozusagen ein Grand Canyon in "klein"-Ausführung.
Ist schon 40 Jahre her bei Ihnen. Schon mal daran gedacht wieder runter zu gehen, diesmal mit dem Flugi? Ein Visum brauchen Sie ja nicht mehr und der Name stimmt auch;)
Re: Re: Re: Von den Israelis kann man lernen.
- Von: M.M.
- , 06. Januar 2010,
- 20:21
Was, das ist schon 40 Jahre her???? Verdammt.
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Manfred Messmer ist seit 1986 Berater für strategische Kommunikation und war zuvor während zwölf Jahren als Journalist tätig.
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