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Journalistisches Jammermagazin Edito

Arbeiten wir noch schnell vor dem Tag der Arbeit ein Minderheitenthema ab: Journalismus. Seit ein paar Monaten habe ich "Edito" abonniert, "Das Medienmagazin" der Schweizer Journalisten.

Das Layout erinnert entfernt an die WELTWOCHE. Nur dass diese besser geschrieben und inhaltlich interessanter ist. Heute hätte ich die neue Ausgabe von Edito fast ungelesen entsorgt. Die Freitagspresse lieferte wegen des morgigen Feiertages jede Menge Zusatzpapier in Magazinformat, weshalb ich dachte, es handle sich um die Werbebroschüre einer Krankenkasse.

Chefredaktor des Magazins Edito ist Philipp Cueni, der mir in meiner wirklich langen Karriere in der Medienbranche, ich muss es eingestehen, wirklich noch nie als Journalist aufgefallen ist. Wenn ich mich recht erinnere, dann war er mal Lokalpolitiker und in der POB, dem lokalen Ableger der linksextremen POCH.

Irgendwie ist er denn auch mehr Gewerkschaftssekretär und Vorsitzender, zum Beispiel vom "Verein für Qualität im Journalismus in Basel". Schon mal etwas davon gehört? Ich auch nicht. Und in dieser Eigenschaft schreibt er Sätze wie diesen:

Guter Journalismus ist letztlich weniger eine Frage von Handwerk und Technik als das Resultat einer Haltung.

Unter einer solchen Leitung wird bei Edito vor allem Haltung gezeigt. Und gejammert. Und Haltung gezeigt. Und gejammert. Und Haltung gezeigt. Und gejammert. Und so weiter und so fort.

Produziert wird Edito von Herrn Bachmann, früher mal Chefredaktor der Basler Zeitung, auch ein Mann mit Haltung.

Eigentlich geht es bei Edito nur um die Inserate ("Besonders attraktiv ist EDITO auch für die Inserenten"). Diese braucht man, um den Druck, die Administration und den technischen Aufwand bezahlen zu können. Wollte man mit den Inhalten tatsächlich Wirkung erzielen, könnte man die durchaus ansprechende Website von Edito um ein Weblog ergänzen. Fertig.

Sind halt Journalisten.

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Könnte...

  • Von: Matthias H.
  • , 30. April 2010,
  • 23:08

...ja an Ihnen liegen, wenn Philip Cueni Ihnen noch nie aufgefallen ist. Aber genaueres Hinschauen würde die wohlfeile Häme verunmöglichen. Keine Sternstunde, Herr Messmer.

Aber ich schau trotzdem mal wieder rein.

Beste Grüsse vom Radio
Matthias H.

Warum

  • Von: RonaldCH
  • , 30. April 2010,
  • 15:08

Messmer, warum kann man bloss so einen linken Sch.... abonnieren? Ich meinte du seist ein aufgeklärter, cleverer Typ und würdest dich informieren über so ein Käseblatt, bevor du es abonnierst. Mein Rat: Sofort aufkündigen! Kostet zu viel Nerven.
R.

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