Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten
FDP und Liberale fusionieren
Von M. M., 23. Oktober 2007 – 11:09:00
Der Tages-Anzeiger meldet, dass die FDP und die Liberalen die Fusion ansteuern:
Die beiden Präsidenten Fulvio Pelli und Claude Ruey sind sich offenbar einig, dass dies rasch geschehen muss. Gespräche seien im Gang.
Die einzigen, die noch Nein sagen sind die Basler. Da stellt man sich gemäss Tagi Felix Werner auf den Standpunkt:
Eine Partei kann man nicht fusionieren. Sie besteht aus Individuen, die sich nicht verpflanzen lassen.
Auch die LDP scheint sich durch lautes Rufen im Wald Mut zusprechen zu wollen.
- 4.0
- | Kategorie: Politik
Kommentare
Kommentare als RSS-Feed
Will da wohl ein Hr. Pelli von der
- Von: Eisbär
- , 23. Oktober 2007,
- 22:05
desolaten Situation der FDP ablenken? Wie lange wird er wohl nocht an der Parteispitze sein? Was ist eigentlich das Programm der FDP? Flattax? Ist das eine Parteiprogramm?
Die FDP hat doch heute das Problem, dass die Wirtschaft schon lange selber entscheidet, welche Freiheiten sie zum Erfolg nutzen will. Was braucht es da noch eine FDP?
Würde die FDP z.b. mit einem Cleantech-Prgramm dazu beitragen, dass in der Schweiz neue Technologien gefördert würden, und eine neu Industrie entstehen könnte, die auch noch in 50 Jahren seine Daseinsberechtigung hat, dann könnten sich vielleicht zahlreiche wirtschaftsnahe Kreise für die FDP begeistern. Aber so, mit Flattax-Ideen... das ist doch inhaltslos.
Sorry - aber mit diesem Kurs werden die in 4 Jahren nicht einmal mehr die 10% Hürde schaffen.
Fusion ist Unsinn
- Von: Seibi
- , 23. Oktober 2007,
- 17:32
Genausogut könnte man auf die Idee kommen, die evangelische mit der katholischen Kirche zu fusionieren, weil beide Mitglieder verlieren, oder Basel mit Liestal, wegen der Abwanderung, oder den EHC mit dem HC Davos, wegen der Synergien. Für die Liberalen gibt es zwei Alternativen: selber weitermachen oder sich auflösen, wie das seinerzeit der Landesring stilvoll gemacht hat.
Ich kann dieses Fusionsgeschwätz langsam nicht mehr hören.
(Kon-)Fusionitis
- Von: Liberelle
- , 23. Oktober 2007,
- 17:25
Letzte Woche wollte die FDP noch mit der CVP fusionieren, jetzt wieder einmal mit den Liberalen. Da soll noch jemand drauskommen.
Eins eines sind die Fusionäre alle zusammen: unglaublich naiv! Meinen die wirklich, Parteimitglieder würden nur darauf warten, welches neue Schild ihnen diese grossen Politstrategen umzuhängen gedenken und dass ihnen endlich mal jemand sagt, ob sie künftig christlich-sozial, freisinnig, liberal oder sonstwie denken sollen?
Schafe gibt's in anderen Parteien.
Expertenbericht nominiert Maurer-Gegner ...
- Von: Observer.
- , 23. Oktober 2007,
- 17:02
http://www.tages-anzei... />
Ob wir auch bald so weit sein werden? Wäre der Experte garantiert neutral, die Methode garantiert objektiv und die Ergebnisse gewiss richtig, so wäre das gewiss keine schlechte Sache.
Ruey & Pelli & Corti & Dozé
- Von: aisthesis
- , 23. Oktober 2007,
- 11:52
Abberufene beschliessen nichts ...
Der hier zitierten Intention kommt, a grosso modo, derselbe Wert zu, wie Jenen Corti s & Dozé s im IX./X. 2001. Ruey hat - wie man seit 2006 weiss - Verpflichtungen versus dem Mit-Lateiner FP. Da Ruey bald aus dem Amte geschieden sein wird, wird der Wechsel zur Zahlung fällig. ... Much ado about note!
Fundiert zu ergründen und in nicht allzu ferner Zukunft final zu verabschieden ist hingegen in der Tat, welchen Weg die Liberalen eingedenk ihrer Tradition und ihres (auch finanziellen) Potentials gehen:
Kündigung der Allianzen (Lokal [CVP, FDP, SVP] & national [FDP]) und personell substantiierte lokale & nationale Neupositionierung.
Fusion mit der FDP.
Fusion mit der CVP.
Fusion mit den Grünen.
Fusion mit der SVP.
Kon-Fusion?
- Von: easy
- , 23. Oktober 2007,
- 13:06
Da wird aus der Fusion wohl Konfusion: mit wem sollen die Liberalen denn noch alles fusionieren?
Was mein Wunsch wäre: dass es wieder EINE liberale, moderne Partei gibt, als wohltuender Gegenpol zum grassierenden Rechts-Konservatismus, der die Schweiz als gezwungenermassen der Welt verbundenes Land noch teuer zu stehen kommen wird, wenn's hier noch lange so weiter läuft.
Fundierte Analyse. Debatte. Entscheid.
- Von: aísthesis
- , 23. Oktober 2007,
- 14:52
Diesen Wunsch haben Viele. Unter Anderem auch meine, völlig unbedeutende, Wenigkeit. Nun gilt es, in Verantwortung vs der grossen Tradition der Liberalen Partei, jenen einen Weg zu orten, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erlaubt, just dieses Ziel zu erreichen.
Irren tut, wer glaubt, der Freisinn sei - falls überhaupt - die Option, hin zu einer GENUIN LIBERALEN Partei. Schauen Sie sich die Leute doch genau an! Malama & Schweizer liegen klar auf der Linie von Rechsteiner & Schenker. Der einzige Liberale auf der Freisinnigen Nationalratsliste war Baschi Dürr. Das war bei der Basler CVP nicht anders: Lukas Engelberger. Ein genuin Liberaler, keine Frage. Der Rest: "Klar sozial"! Die Basler SVP ist - aus diversen - Gründen ein mindestens ebenso interessanter Fusionspartnerkandidat. ... Last but not least: Die Basler Grünen (exklusive der Kommunisten): Ein hoch interessanter Gesprächspartner, keine Frage!
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Der Autor
Manfred Messmer ist seit 1986 Berater für strategische Kommunikation und war zuvor während zwölf Jahren als Journalist tätig.
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Mitte?
Interessant an diesen Nach-Wahl-Diskussionen ist, dass offenbar viele Parteien erkennen, dass in der "Mitte" ein Potenzial vorhanden wäre, welches brach liegt und somit zu gewinnen wäre. Die CVP hat dies vorderhand am besten geschafft, indem sich ihre Exponenten Leuthard und Derbelay modern-urban präsentiert haben, wodurch diese Partei plötzlich zu einer Alternative für enttäuschte FDP oder SP-Wähler wurde. Aber im Grunde bleibt die CVP halt doch eine konservative Partei. Auch die Grünliberalen haben in der "Mitte" gepunktet, weil die Wähler in ihr eine Alternative sehen, welche aber noch kein klares Profil hat, was kurzfristig vielleicht sogar ein Vorteil ist. Selbst in der SP schielen einige Exponenten auf der Suche nach den abhanden gekommenen Wählern zur "Mitte". Nun wollen also auch die freisinnigen "Wir Liberalen" mit den "echten" Liberalen fusionieren und gemeinsam die "liberale Mitte" aufmischen. Die Frage ist nur: Wo ist denn eigentlich die Mitte? Und meint man die "soziale Mitte", die "konservative Mitte", die "ökologische Mitte" oder die "liberale Mitte"? Die Antwort ist vielleicht ganz einfach: Die Mitte ist dort, wo man selber steht. Denn als Politiker geht man ja davon aus, dass sich die Welt um einem selber dreht.