Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

It's the internet, stupid!

Barack Obama ist der Kandidat, der zum ersten Mal das Internet voll ausschöpft. Dies erlaubt ihm, ein Heer von Getreuen auszubilden und die Partei auf Kurs zu bringen. 

Schreibt Walter Niederberger in einem Hintergrundbericht im Tagesanzeiger. Der Beitrag ist ein Muss für alle, die sich mit Online-Kommunikation und Politik beschäftigen. Denn er beschreibt die Zukunft der hiesigen Wahl- und Abstimmungskämpfe. Und zwischen den Zeilen die schwindende Rolle der traditionellen Medien.

Während Hillary Clinton weitgehend auf der konventionellen Strategie ihres Mannes aufbaute, also den direkten Kontakt mit den Bürgern suchte und die Kräfte auf die wichtigsten Bundesstaaten bündelte, rollte Obama das Feld auf ganzer Breite auf. Über das Internet rekrutiert er nach wie vor Tausende von Freiwilligen, bildet sie zu professionellen Strategen aus und hat inzwischen eine einmalige Adresskartei zur Hand, die ihn weitgehend unabhängig macht von der Partei der Ära Clinton.

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remember Howard Dean

Obama wiederholt eigentlich nur, was Howard Dean bereits vor vier Jahren tat. Dessen blogforamerica.com war DIE Rekrutierungsplattform für neue Aktivisten.

Dean stolperte bei der demokratischen Ausmarchung um die Präsidentschaftskandidatur. Statt Staats- wurde er wenigstens Parteipräsident und so zum parteiinternen Königsmacher. Das von ihm gegründete Netzwerk democracyforamerica.com (die Nachfolgeplattform des blogforamerica) bringt die fortschrittlichen Kräfte zusammen, welche die Partei zu erneuern suchen.

Re: It's the internet, stupid!

  • Von: Ugugu
  • , 26. Mai 2008,
  • 13:48

Ron Pauls Erben quasi. Schon erstaunlich, wie sich alle Kandidaten als Internethelden abfeiern lassen. Obwohl es auf Obama ja noch so halbwegs zutrifft...

Obama, der Held der Linken und Jungen

Wenn man die Diskussion um die US-Präsidentschaftsvorwahlen in der Schweiz mitverfolgt fällt auf, dass sowohl Altlinke als auch junge Naive voll heller Begeisterung für Obama sind. Er scheint so etwas wie der lang erwartete Messias zu sein.

Hoffen wir, dass die teilweise irrationale Euphorie nicht gleich wieder nachlässt nachdem er im Amt ist. Das Image ist immer eine Frage der Wahrnehmung und diese kann von Realität stark abweichen.

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