Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten
Judenboykott
Von M. M., 08. Oktober 2007 – 18:11:00
Eigentlich könnte uns ja diese Geschichte völlig egal sein. Wäre da nicht dieser Trend zum Verständnis für die Marotten von Mitbürgern mit Imigrationshintergrund. Wie kürzlich bei diesem Gerichtsurteil im Kanton Basel-Landschaft, wo der jüngere Bruder eines Gaunerpaars mildernde Umstände zugesprochen bekam, weil in der Türkei der jüngere Bruder unwidersprochen immer machen müsse, was der Ältere bestimme, so die Begründung des Gerichts.
Deshalb ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei uns mit einem Doppelbürger folgende Szene abspielen wird:
Er kam zu uns und hat uns gebeten, dass er aus persönlichen Gründen nicht mit nach Israel kommen muss. Diese Gründe waren für uns nachvollziehbar.
"Er" ist der deutsch-iranische U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah und "uns" ist der Deutsche Fussballbund DFB. Der Grund, der iranische Hälfte des deutschen Staatsbürgers will aus politischen Gründen mit Juden nicht Fussball spielen. Und der DFB versteht das.
Was der DFB versteht? Dass es die iranischen Verwandten des seit frühester Kindheit in Deutschland lebenden Jungfussballers toll finden, dass einer der ihren in der deutschen Nachwuchsnationalmannschaft spielt, passendes Stichwort "Arier", aber dass es dieselben Verwandten es gar nicht toll fänden, würde ihr Fussballer in Israel tschutten. Der Präsident der Iraner, Herr Achmadinedschad betont ja bei jeder Gelegenheit: Israel muss vernichtet werden.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen diesen "privaten Judenboykott".
- 4.0
- | Kategorie: Sport
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Re: Re: Judenboykott
- Von: quer
- , 08. Oktober 2007,
- 20:13
Ich hielte es für noch nachvollziehbarer, wenn dieser "Sportler" schnellstens seine deutsche Staatsbürgerschaft ablegte und von ganzem Herzen Iraner sein würde. Mit der vollkommenen Harmonie des Glaubens und des impliziten Antisemitismus.
Ich halte es nicht für nachvollziehbar, wenn ein angeblicher Nationalspieler entscheidet, wann er gegen wen Fußball spielen möchte. Entweder, oder. Raus mit dem Kerl aus der Nationalmannschaft. Er stellt eine Beleidigung derselben und der Nation, die er angeblich vertritt, dar.
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Re: Judenboykott
ashkan dejagah hat verwandte im iran, denen repressionen drohen, sollte der fussballer in israel antreten. dass dejagah für 2 mal 45 minuten fussball seiner famile unannehmlichkeiten ersparen möchte, halte ich für durchaus nach vollziehbar.