Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Die gekaufte Macht

Was wir derzeit erleben, ist eine gewaltige staatliche Verschuldung rund um den Globus, wie sie sonst nur mit Kriegszeiten einhergeht.

Wurde noch vor wenigen Monaten bei jeder Mehrausgabe eine Gegenfinanzierung gefordert, so gilt derzeit jener Staatslenker als besonders vertrauenswürdig, der verspricht, das Geld wie wild aus dem nirgendwo vorhandenen Tresor zu schaufeln.

Jetzt kauft sich die Politik ihren verlorenen Einfluss und den Verlust an Macht zurück. Eine verzweifelte Öffentlichkeit will das so. Sie will, dass die Regierung handelt und nimmt damit jede noch so unsinnige Ausgabe in Kauf.

Die Finanzkrise schafft Voraussetzungen für staatliche Eingriffe, wie wir sie in Europa in den letzten Jahrzehnten zumindest diesseits des verrotteten Eisernen Vorhangs nicht mehr gesehen haben.

Und der Zeitgeist hat auch gleich für 600 Millionen Dollar - es darf ja immer ein wenig mehr sein - seinen geistigen Führer hervorgebracht: Barack Obama, jung, athletisch (Waschbrettbauch), multirassisch, ein Weltbürger. Und einen, der von einem Sendungsbewusstsein geschlagen ist, das nur noch von den Heilserwartungen seiner Anhänger übertroffen wird. Wenn Herr Obama sagt, er wolle die Welt verändern, dann meint der das auch wirklich so.

Mir wei luege, sagt da der immerzu skeptische Baselbieter.

Denn soviel steht fest: Die Milliarden und Milliarden, diese geradezu galaktischen Summen, die - oh Wunder - aus dem Nichts hervorgezaubert werden, müssen eines Tages auch wirklich bezahlt werden. Durch Arbeit mit höheren Steuern, durch Entwertung mit einer Hyperinflation oder mit einem Totalabschreiber durch eine Währungsreform. 

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hm...

... harren wir der dinge, die da kommen.

wir leben in interessanten zeiten, soviel ist mal klar. wobei, die chinesen verwenden das auch als verwünschung: "mögest du in interessanten zeiten leben." keine ahnung ob das stimmt, aber es hat was.

In der Tat

Und die Qualitätsjournalisten kriegen wunde Finger beim herbeischreiben der Krise. http://www.bazonline.c... />
Lustig dabei (nicht im fröhlichen Sinn allerdings, eher im zynischen) ist zu beobachten, wie die Staazis die Gunst der Stunde nutzen, um sich breit zu machen. Heute hat doch tatsächlich der gute Peter M. Wettler, ehemaliger Kassenstürzler bem Staatsfernsehen, heute Kommunikationsberater für allerlei Staatsstellen, Verwaltungsrat der EKZ, alt-Fürst im Fürstentum Belfort (mit Hauptort Alvaneu) und jenseits der Grenze zum Sozialismus positionierter SP-Gemeinderat in unserem bescheidenen Städtchen, in einem Leserbrief (leider nicht online) gefordert, zur Bewältigung der Krise müsse die Ausbildung von Integrations-Coaches forciert werden. Nebst viel anderem Bockmist selbstverständlich.

Man könnte den ganzen Tag einen dicken Hals kriegen.

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