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Bevorzugt beim Medizinstudium Männer

Die Schweiz leidet bekanntlich unter einem Ärztemangel. Und bedient sich deshalb grosszügig auf Kosten deutscher Steuerzahler auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Die Schweiz kennt den Nummerus Clausus, weil pro Jahrgang nicht mehr als 603 Studienplätze zur Verfügung stehen. 59 Prozent der Medizinstudenten sind Studentinnen und jetzt kommt das eigentliche Problem, das gestern in der Rundschau eine Kinderärztin sehr deutlich auf den Punkt gebracht hat:

Um der Gesellschaft die ärztliche Leistung eines einzigen Mannes zur Verfügung zu stellen, müssen fünf Frauen ausgebildet werden. Denn kaum eine Ärztin arbeitet nach dem Studium Vollzeit (abgesehen von den ersten Jahren).

Mit anderen Worten: Frauen, die Medizin studieren belasten das gesamte Gesundheitssystem. Es wäre demnach in unser aller Interesse, bei der Zulassung zum Medizinstudium Männer zu bevorzugen.

Die Alternative wäre, mehr Studienplätze für Teilzeitfrauen zu schaffen. Und diese Studienplätze auch so zu benennen.

PS: Wäre ich ein Politiker und würde das zur Diskussion stellen, wäre ich jetzt klinisch tot.

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Quelle?

  • Von: mds
  • , 24. September 2009,
  • 11:33

Muss man nun wie bei Stöhlker raten, in welcher Tageszeitung sie obiges gelesen haben?

Das «Bedienen» am deutschen Arbeitsmarkt ist inzwischen übrigens vorbei, denn die Schweiz kann durch die Personenfreizügigkeit mit der EG ihre Einwanderung gar nicht mehr steuern. Entsprechend kommen deutsche Wirtschaftsflüchtlinge von selbst in die Schweiz, häufig um hier dann auf Kosten des Sozialstaates zu leben %u2026 in der Summe dürfte Deutschland profitieren.

Re: Bevorzugt beim Medizinstudium Männer

  • Von: Daniel Ordás
  • , 24. September 2009,
  • 09:42

Wo andere heisse Eisen meiden greift M. M. zu Nuklear-Brennstäben.

Immerhin muss ich eingestehen, dass das Problem existiert und pointierte Voten dazu die Diskussionsbereitschaft erhöhen. Die Lösung Chirurginnen an den Held zu stellen ist wohl etwas übertrieben, aber Handlungsbedarf besteht offenbar.

Man muss das Übel an beiden Enden packen. Einerseits muss es möglich sein, dass auch Männer teilzeit arbeiten und das Ausbildungskosten-Nutzen Verhältnis zwischen den Geschlechtern dadurch ausgeglichener wird, anderseits muss man den jungen Menschen schon früh zu Erkennen geben, dass die Berufswahl lebensprägend ist. (Ich kann das wirklich sagen, denn ich kenne die Verhältnisse in Spanien bestens und dort hat jeder zweite Taxifahrer und jeder Dritte Dorfpoliziste einen teuren Uniabschluss im Sack/ in Madrid gibt es mehr Anwälte als in ganz Frankreich).

Ein weiteres Problem ist aber, dass offenbar in vielen Fächern die Frauen viel besser als die Männer sind und somit sinnvollerweise eher Frauen Medizin studieren sollten und die Männer dafür zuhause bleiben sollten. Es macht ja wenig Sinn, dass wir die besten ausschliessen, nur weil sie gebährfähig sind.

Re: Re: Bevorzugt beim Medizinstudium Männer

  • Von: Ben Palmer
  • , 24. September 2009,
  • 10:52

"dass offenbar in vielen Fächern die Frauen viel besser als die Männer sind und somit sinnvollerweise eher Frauen Medizin studieren sollten und die Männer dafür zuhause bleiben sollten."

Und hier machen Sie vermutlich den fatalen Denkfehler. Wer garantiert, dass bei erhöhter Anzahl Frauen die Qualität proportional ansteigt? Die Erfahrung zeigt, dass je mehr man etwas fördert (durch finanzielle Anreize, Belohnung, Gesetze), umso mehr fördert man diejenigen, die sich mehr für die Anreize interessieren als für die echten Aufgaben.

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