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"Meer von kleinen Schweizen"

Herr Hummler ist ein Schweizer Privatbankier und entwickelt sich seit ein paar Wochen zum Vordenker der Nation.

Die NZZ räumt ihm heute gleich an zwei Orten Platz für seine zumeist naheliegenden und deshalb originellen Gedanken ein: Im Wirschaftsteil, wo er sich für eine Aufteilung der UBS in eine Vermögens- und eine Investmentbank ausspricht und im Feuilleton, wo er der derzeit zentralsten Frage der EidgenossenschafterInnen nachgeht: Was ist schweizerisch?

Darin plädiert er für die Rückkehr zu den kleinen Räumen. Das Subsidiäre, die GPK im Rössli, die Verantwortung für das Gemeinwesen beim Bürger, das sei schweizerisch.

Die grosse Organisation, ("gegen den Zeitgeist scheint kein Kraut gewachsen"), liefere demgegenüber keine brauchbaren Resultate, entfremde vielmehr Citoyen und Staat.

Internet, Kommunikationsmittel, offene Volkswirtschaften: Der Abschied vom grossen Territorium läge an sich auf der Hand. Man könnte sich einen Gegenentwurf der Welt mit unendlich vielen, nicht einmal zwingend territorial definierten, kleinen Organisationseinheiten vorstellen.

Lesen, auch das Portrait der WOZ

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Re: "Meer von kleinen Schweizen"

Damit schlägt sich Hummler (wohl unwissentlich) auf die Seite der Peak Oil-Verfechter, die seit Jahren fordern und prognostizieren:

"I know that one revived rural community would be more convincing and more encouraging than all the government and university programs of the last fifty years, and I think it would be the beginning of the renewal of our country, for the renewal of rural communities ultimately implies the renewal of urban ones."

"The current economic system (based on high fossil fuel energy use) rewards population concentration and size while punishing smallness and community cooperation. Peak Oil will provide the opportunity for resurgence of small communities. Agraria will be a practical model for this small town renewal, including the revitalization of the many skills and traditions lost in the rush for industrial urbanization."

Und was wohl auch Hummler als Liberalen/Konservativen (was genau ist er denn jetzt?!) vielleicht weniger passen wird:

"And finally Community implies a way of living together and is also based on the principles of our organization which views a cooperative way of life to be preferable to current competitive ways of living."

http://www.communityso...

Kooperation oder Konkurrenz ?

  • Von: philipp
  • , 16. April 2008,
  • 23:34

Wenn Hummler ein Kapitalist ist, dann sollte er sich vor "kooperativen" Lebensstilen nicht fürchten. Vermehrtes Abstützen auf Lebensgemeinschaften, die auf freiwilliger Kooperation beruhen ((Gross-)Familien, Kirchen, etc.) ist ja genau die kapitalistische Antwort auf die staatlich verordnete Umverteilung. Insofern kann man auch "liberalkonservativ" sein, nämlich konservativ in gesellschaftlichen Werten und liberal was persönliche Entscheide der Mitmenschen anbelangt. Angesichts der allgemein immer mehr grassierenden Verunsicherung und des drohenden Bankrotts der Wohlfartsstaaten hat dieses Modell durchaus Zukunft.

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