Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Vom Schweizer Unwillen, sich zu wehren

Roger Köppel, ein Chefredaktor der Kommentare schreibt, macht sich in der aktuellen Ausgabe der WELTWOCHE Gedanken zur Zukunft der sowjetisierten Schweizer Armee. Er redet einer radikalen Neuorientierung das Wort, sieht die Zukunft in einer "starken Guerillamiliz nach afghanisch-schweizerischem Vorbild." Das sei billiger und besser.

Seit Jahrhunderten unbesiegt, liefern die Afghanen ein Musterbeispiel dafür, wie mit geringen Kosten grosse militärische Wirkungen erzielt werden können.

Herr Köppel hat recht doch die Krux liegt derzeit nicht beim Material und der Taktik sondern in den Köpfen. Den Schweizern ist irgendwann mal in den letzten Jahren der Wille abhandengekommen, sich gegen andere zur Wehr zu setzen.

Eine Guerillaarmee, wie sie die Afghanen haben, setzt jedoch einen verbissenen Wehrwillen voraus. Für neue Kampfjets braucht's lediglich begeisterte Flieger.

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Afghanen??

  • Von: Thommen
  • , 31. Oktober 2009,
  • 12:17

Es geht den meisten Afghanen darum, weder das westlich-demokratische, noch das ehemalige sowjetische Herrschaftsmodell zu haben.
Sie wollen ihre mafiosen Privilegien wieder erhalten. Darum kämpfen sie mal gegen die einen und dann gegen die Anderen. Das wäre das einzige, das mit der Schweiz verglichen werden könnte!

Kriege werden heute in Europa wirtschaftlich geführt. Und dass wir bei der "kriegführenden" Macht nicht mitbestimmen, bedeutet: Wir müssen keine Verantwortung übernehmen, aber können jedem in die Waden beissen - wie Herr Köppel mit seiner Guerilla-Presse! ;)))
In diesem Nebel erledigt die Wirtschaft dann auch ihre "schmutzigen" Geschäfte diskret.

Beisshemmung

Meines Erachtens liegt das Problem weniger im expliziten Unwillen, sich zu wehren, als vielmehr in einer unbewussten, über Jahrzehnte antrainierten Beisshemmung der Konkordanz, die unser politisches Personal konditioniert hat. Man mag zur Konkordanz in der Innenpolitik stehen, wie man will (mE ist es Zeit für einen Wechsel) - in der Aussenpolitik haben ihre Verhaltensmuster nichts verloren. Erfreulich, dass das mindestens ein Mitglied der Landesregierung erkannt zu haben scheint:
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