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Sonnenenergie: Potenzial wird überschätzt
Von M. M., 04. Juni 2007 – 08:12:00
Interessantes Interview mit Shell-Konzenrchef van der Veer gestern in der NZZ am Sonntag. Der Ölmulti geht davon aus, dass im Jahr 2050 doppelt so viel Öl und Gas verbraucht wird wie heute "was angesichts des wachsenden Wohstands und der Zunahme der Weltbevölkerung nicht erstaunt".
Der Energiekonzern investiert auch in Alternativenergie. Shell hat kürzlich in der Nordsee eine der grössten Windenergieanlagen der Welt gebaut, was allerdings, so van der Veer, nur mit staatlichen Geldern zu machen sei. "Es gibt überhaupt keinen Grund, mehr Geld in eine Sache zu stecken, für die der Konsument nicht zu zahlen bereit ist." Skeptisch gibt sich der Shell-Chef gegenüber der Sonnenenergie:
Der Weg in die kohlenstoffarme Zukunft ist noch weit. Wenn wir zum Beispiel beim jetztigen Stand der Technik 20 Mio. Dächer in Nordwest-Europa mit jeweils vier Quadratmeter grossen Solar-Panels ausstatten, würde dadurch weniger Strom erzeugt werden als durch ein herkömmliches Gas- oder Kohlekraftwerk. Die Menschen tendieren dazu, das Potenzial alternativer Energien zu überschätzen.
Dass uns das Erdöl demnächst ausgehen wird, damit rechnet der Shell-Chef nicht. "Die Ressourcen für diesen Mehrverbrauch sind noch für mehrere Generationen vorhanden." Allerdings wird der Aufwand zur Gewinnung dieses Rohöls steigen.
- 4.0
- | Kategorie: Klimawandel
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Kommentare
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Es funktioniert
- Von: M.M.
- , 05. Juni 2007,
- 14:05
Das zeigt doch, dass der Markt spielt. Ich könnte Ihnen noch eine Menge anderer Firmen aufzählen, die in den letzten Jahren enorme Einsparungen beim Energieverbrauch vorgenommen haben. Wer scharf kalkuliert sieht eben nicht nur den Personalkostenblock.
Es gibt einen kleinen Unterschied.
- Von: Markus Schöpfer
- , 05. Juni 2007,
- 18:25
Migros hat ganz autonom erntschieden, stromsparende Produkte in den Regalen zum Verkauf anzubieten. Die Politik sucht in der Frage der energiesparenden Geräte immer noch eine Antwort, und hat bis jetzt aber keine Taten folgen lassen, oder die entsprechenden Verordnungen tretten erst in ein paar Jahren in Kraft. Hier stehen nun bereits heute Geräte im Regal, die enorm Strom sparen (ca. 50% im Schnitt). Glücklicherweise gibt es in der Wirtschaft Leute die einsehen, dass heute zahlreiche Anstrengungen im Bereich Ökologie belohnt werden, und ich hoffe, die Migros wird diese Kaffemaschinen und alle anderen Geräte, die nachfolgen werden, in grosser Zahl verkaufen können. Das wird die anderen dazu bringen, eine Me too Strategie zu fahren.
Hat Shell nicht
- Von: Markus Schöpfer
- , 05. Juni 2007,
- 00:15
vor nicht so langer Zeit seine Solarsparte verkauft? Ob das ein geschickter Entscheid war??? Angesichts der riesigen Umsatzzuwächse in diesem Bereich kann es gut sein, dass Shell diesen Verkauf in Zukunft einmal bedauern wird.
Übrigens, wenn man in der Schweiz alle südlich ausgerichteten Hausdächer mit Fotovoltaik-Modulen bestücken würde, könnte man ca. 15 bis 20 Terawattstunden Strom produzieren, unter Berücksichtigung der lokalen Sonnenscheindauer. Die Schweiz verbrauchte 2006 ca. 60 Terawattstunden Strom. Man könnte also bereis heute fast einen Drittel mit Sonnenenergie decken, und dabei weniger subventioneren, als das bei der Atomenergie der Fall war. Zudem würden enorm viele Arbeitsplätze geschaffen, was für den STaat ein direktet Return of Investment in Form von Steuern bedeuten würde.
Einen schönen Abend, und schauen sie ab und zu mal auf meine Homepage. www.InvestInNature.ch
Markus Schöpfer
Zukunft
- Von: Antoine Johannes Kuske
- , 06. Juni 2007,
- 15:07
Es ist nicht besonders Intelligent, eine Gesellschaft auf Rohstoffe aufzubauen, die nicht erneuerbar und nur in beschränkter Menge vorhanden sind.
Die Natur stellt genügend Rohstoffe und Kräfte zur Verfügung um die Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen. Um den Profit einiger Kapitalisten zu erhalten, werden allerlei Ausreden gesucht, die Beweisen sollen, das zur Sorge keinen Anlass besteht. Um die Leistung zu erreichen, die heutezutage ein normaler Palm erbringt, musst man vor noch nicht allzulanger Zeit eine ganze Halle mir Röhren gefüllt werden. Anstatt über Umweltschutz zu jammern, wäre es angebrachter an die Zukunft zu glauben und zu forschen. Warum heute jammern, wenn morgen mit ökologischen Techniken, satte Profite eingefahren werden können?
Das Auto abzuschaffen ist ein Illusion, genauso ist der Glaube, jeder Konsument zu einem Ökofreak umerzogen werden kann auch eine Illusion. Keine Illusion ist, das künftige Technologien die ökologischen Probleme alle lösen können.
Kein Wunder das die SVP die von den Giezendanner und Frey (Profiteure des 4 Liter Autowahns) gelenkt wird, sich gegen den technologischen Fortschritt stemmt. Leider haben die bürgerlichen Politiker verlernt, was liberale Werte sind und haben nichts bessers zu tun als der SVP in den **** zu kriechen. Darum geht es sozial und ökologisch wieder in die Vergangenheit zurück.
Viele
- Von: M.M.
- , 06. Juni 2007,
- 15:24
"Keine Illusion ist, das künftige Technologien die ökologischen Probleme alle lösen können."
"Alle" - das würde ich bezweifeln. Aber viele. Abgesehen davon lehrt die Geschichte - Kulturen entstehen und gehen auch wieder unter. Also auch die unsere. Wäre ja nicht das erste Mal in den letzten paar tausend Jahren im Mittelmeerraum. Oder?
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- http://search.live.com/results.aspx?q=shell&mrt=en-us&F…
- http://www.google.bg/search?hl=bg&q=was+ist+sonnenenerg…
- http://www.google.de/search?q=solar+panel+teknik%2C+sch…
- http://search.live.com/results.aspx?q=shell
- http://www.google.de/search?hl=de&q=Potenzial+der+Sonne…
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Manfred Messmer ist seit 1986 Berater für strategische Kommunikation und war zuvor während zwölf Jahren als Journalist tätig.
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Die Wirtschaft macht es bei uns vor!
Die Migros hat seinen CO2-Ausstoss in den letzten 17 Jahren drastisch gesenkt.
Heute stösst der Detailhändler jährlich 100'000 Tonnen weniger CO2 aus als 1990.
Zudem soll die Migros in Zukunft nach und nach kein Heizöl mehr verbrauchen. Die neuen Ökofilialen sollen von der Abwärme der Kühlregale und der Kältemaschinen geheizt werden. Dazu gibt es sparsame Lichtkonzepte und bessere Kühlsysteme. In der Pilot-Filiale in Amriswil spart der Detailhändler so jährlich 22000 Liter Heizöl und stösst 57 Tonnen weniger CO2 aus. Dass sich das ebenfalls auf die Kosten auswirkt, ist selbstverständlich. Die Migros spart durch Sparmassnahmen bereits heute ca. 30 Millionen Franken jährlich. Der Detaillhändler geht jedoch noch einen Schritt weiter. Seit gestern stehen in seinen Regalen die ersten Elektroprodukte, die sich selbst ausschalten. Das Stromsparpotential ist gigantisch. Nur bei den Kaffeemaschinen macht es 50% des Stromverbrauches aus, was insgesamt ca. 200 Megawatt ausmacht, was wiederum etwa dem Verbrauch von 40 bis 50000 Tausend Haushalten entspricht.