Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Sonntagsfrage

Beim Durchblättern der Sonntagszeitungen stellt sich einmal mehr die Frage ein, wo sind denn eigentlich all die Ökonomen der Hochschule St. Gallen, der Uni Basel, Zürich, Genf etc., die Elitedenker des INSEAD ("Welcome to the Business School for the World") geblieben, jetzt, wo es doch mal so richtig was zu erklären und zu analysieren gäbe, wo sie mal so richtig zur Sache gehen könnten?

Für so einen aufrechten Ökonomen waren doch die Zeiten noch nie so spannend wie gerade jetzt, erst recht deshalb, weil sie die letzte Krise in den Zwanzigern noch in einer ausserirdischen Umlaufbahn verbrachten (je nach Glauben).

Sie könnten uns beispielsweise erklären, wie man eine in Not geratene Bank retten kann. Dringlich wären auch Untersuchungen, wie die Milliarden aus den Notenpressen die Welt verändern werden.

Aber nur schon die Beantwortung der simplen Frage, wie es zu diesem Crash kommen konnte, wäre hilfreich. Die gängige Antwort der PolitikerInnen, Ospel ist Schuld, taugt schon seit Monaten nicht mehr. Wir bräuchten ein paar zielführende Antworten.

Also muss die Sonntagsfrage gestellt werden: Für was eigentlich bezahlen wir diese Leute mit unseren Steuergeldern, nachdem zumindest soviel feststeht, dass alle ihre ökonomischen Modelle, in denen Kriterien wie "Gier", "Herdentrieb", "fehlendes Vertrauen", "mangelnde Fairness" nicht vorkamen, nichts taugten?

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Alle nur fürs schöne Wetter

  • Von: tin
  • , 10. April 2009,
  • 11:45

Es ist nicht nur bei den Ökonomen so, genauso ist es bei Managern, Verwaltungsräten und Politikern - die sind alle nur zuständig für das schöne Wetter. Für Krisen sind die nicht gemacht. Ist ja nicht das erste Mal, dass man das merkt.

Re: Sonntagsfrage

  • Von: Markus Eigenmann
  • , 05. April 2009,
  • 15:04

Dafür äussert sich heute in der Presse ein Kulturschaffender (und Bundesratssohn) zu unserem Verhältnis zu Deutschland, zu unserer inexistenten Aussenpolitik, zu fehlenden Intelligenzlern im Bundesrat und zur "grassierenden Staatsfrömmigkeit" in Deutschland und immer mehr auch in der Schweiz. Das Interview mit Thomas Hürlimann ist lesenswert.

Re: Re: Sonntagsfrage

  • Von: Markus Eigenmann
  • , 05. April 2009,
  • 15:05

Link dazu: http://www.nzz.ch/nach... />

Mit Verlaub ...

Diese Debatte findet nicht in den Seiten der Sonntagspresse an der Peripherie statt, sondern in der Financial Times, der New York Times, Fachjournalen, dem Wall Street Journal, Konferenzen und, ja, Oekonomenblogs wie http://www.nakedcapita...

Re: Mit Verlaub ...

  • Von: M.M.
  • , 05. April 2009,
  • 13:20

Analog liegt mir die Sonntagspresse halt näher. :-)

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