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Gastkommentar: Die Welt im Weitwinkel

Von Klaus J. Stöhlker

Wenn unsere charmante und fast schon magersüchtige Präsidentin des Nationalrats, Pascale Bruderer, sagt: “Wir müssen die Schweiz neu erfinden” und der Harvard-Historiker Niall Ferguson ihr antwortet “Die Schweiz ist in Europas Geschichte fast ein Wunder”, dürfen sich die Bürger fragen: Was ist die Schweiz?

Sie ist:

  1. Die letzte funktionierende Basisdemokratie der Welt.
  2. Seit 200 Jahre ein herausragendes Beispiel für die Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Kulturen.
  3. Trägerin einer stabilen Währung.
  4. Ein Staat, der sich der Welt mehr geöffnet hat als die meisten anderen.
  5. Ein Land, dessen Bürger sich Wohlstand in Freiheit erarbeitet haben.
  6. Eine Gesellschaft, die in ihrer Mehrheit überaltert und defensiv geworden ist.

Die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Eliten kämpfen um ihre Anteile an einem stagnierenden Sozialprodukt. Alte Eliten verkaufen ihren Immobilien- und Firmenbesitz, um damit einen “besten Preis” zu erzielen.

Die Schweizer Geschichte, wie sie seit über 300 Jahren, zum Teil als innenpolitisches Projekt, aufgebaut wurde, zerfliesst an den eigenen Universitäten in einer Europa- und Universalgeschichte. Die neuen Schweizer Eliten teilen sich auf in die Angehörigen einer A-Schweiz, die international und global ausgerichtet ist, und in die einer B-Schweiz, die alleine einen nationalen Fokus haben.

Die alemannisch fundierte Idee der Gleichheit aller, wie sie in Allmenden und Burgerschaften zum Ausdruck kam, bewegt sich hin zu einer Entwicklung, wo ca. drei Prozent der Bevölkerung über 80 % der Vermögen besitzen.

Die steigenden Lebenshaltungskosten machen es einer Mehrheit der Bevölkerung unmöglich, eigenes Kapital in nennenswertem Masse zu bilden. Schlechter als der Schweizer Basisbevölkerung geht es Zuwanderern und Immigranten, die zumeist als Billigarbeiter in den sozial tiefsten Positionen tätig sind.

Das politische Wahl- und Stimmrecht wird angesichts einer rasch wachsenden Gesamtbevölkerung von heute 6,7 Mio. Menschen nur von maximal 20 % der Bevölkerung wahrgenommen.

Damit wird eine Entwicklung begünstigt, die Eigentum für wenige sichert, darunter auch eine bedeutende Zahl staatlicher Beamter und Angestellter, während rund 80 % der Bewohner der Schweiz entweder kaum Rechte haben oder sie nicht mehr wahrnehmen.

Zwischen einheimischen Eliten und gut ausgebildeten ausländischen Zuwanderern, vor allem auch Deutschen, ist ein Kampf um bessere Arbeitsplätze ausgebrochen, der an Virulenz nicht nur wegen der Öffnung der Märkte zunehmen wird, sondern auch wegen der nationalstaatlichen Neutralität der meisten A-Firmen, die nicht mehr Angehörige von Völkern kennen, sondern nur noch Leistungsträger.

Der Autor ist einer der profiliertesten PR-Berater der Schweiz.

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wie vor dem 3. Reich, so vor dem 4.... Ans..

  • Von: Bern-i
  • , 05. Februar 2010,
  • 23:12

Anschlüssler hatten wir vor dem 3. Reich, nun haben wir noch einige mehr vor dem nächsten. Nach dem 3. Reich folgt das 4.

im 'Strategiebuch' bereits vor 2000 Jahren niedergeschrieben: die meisten merkten es erst, als es zu spät war... UND
'Mitten im Frieden wird er kommen und das Reich mit süssen Worten übernehmen'... (Dan.8.5, 8.25 11.21 Off/Apokalipsy 8.6 - 13)
Die Schweiz neu erfinden heissts in der Tat: sich dem Grossreich (das war nicht ist und wieder kommen wird - ebenfalls im Strategiebuch aufgezeigt) freiwillig unterwerfen. Im 3. Reich tat es die Mehrheit hier nicht - und es ist gut gekommen...

Vor 200 Jahren hatten die Franzosen uns 'alles Gold gestohlen', besetzt, eigentlich unterjocht. Wiedergutmachung?
Im zweiten Weltkrieg haben uns die 3.Reichler bedroht, massive Nachteile und Schädigungen zu teil werden lassen (nicht nur in meinem privaten, familiären Bereich): was haben die uns bisher entschädigt?
Im Rahmen des zweiten Weltkrieges haben uns die Amerikaner etliches (Gold) blockiert... und erhebliche Nachteile verschafft: wo ist die wiedergutmachung des damaligen zugefügten Schadens? Und 1938 haben die Amis etliches blockiert (Evian-Konferenz), womit Sie uns vor einem Jahrzehnt in Milliardenhöhe erpresst haben: all diese Dinge müsste man mal, nebst vielem andern knall-klar auftischen, entgegnen. Als einzige, noch wirkliche Demokratie der Welt, die man nun wirtschaftlich und finanzmässig gezielt ruinieren will.
Unsere knieweichen Kriechpolitiker, die mägersüchtigen, werden langsam zutiefst unerträglich (ich mag auch heute noch keine Anschlüssler...). Punkt.

...so ist es

  • Von: Rumpelstilz
  • , 04. Februar 2010,
  • 17:32

...und kaum einer merkt es.Die Eliten bauen auf die Trägheit in unserem Wesen.So wird es eben nicht früher,sondern eben später nit der vermeintlichen Idylle zu Ende gehen.

Stabile Währung?

Der Schweizer Franken hat seit 1914 90% seines Wertes verloren.

sehr schön...

...ähm... und was folgt daraus?

Gute Analyse!

Kurz zusammengefasst: Die Globalisierung ist der Tod der schweizerischen Souveränität!

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