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Letzter Beitrag zum SVP-Minarettplakat

Kommen wir also mit der leidigen Plakatdiskussion endlich zum Schluss.

Auf den Punkt gebracht: Es ist völlig wurscht, ob die SVP-Plakate in Basel-Stadt verboten werden oder nicht. Es ist auch völlig egal, was Herr Wessels, Baudirektor in diesem Kanton und Rekursinstanz, zu diesem Plakat meint. 

Denn was das Gleichstellungsbüro des Kantons Basel-Stadt, als Begutachtungsinstanz für Werbeplakate, und Herr Wessels beherrschen, ist der analoge Kommunikationsraum, sprich die paar Plakatwände in der Stadt.

Analoge Medien sind nicht mehr relevant

Das ist zwar eine hübsche doch eine untergehende Welt, so wie Zeitungen, die ernsthaft glauben, wenn sie die Inserate der Minarett-Initiative-Befürworter nicht publizieren oder, wie die BaZ-Printredaktion, sich in die Gutmenschenpose werfen und stattdessen das Inserat der Initativ-Gegner als Illustration verwenden. Mein Gott - so what.

Die Musik spielt online und da hat weder Gleichschaltungsbehörde Gleichstellungsbüro noch Regierungsrat etwas zu sagen. Und ein paar Redaktoren eines Printmediums erst recht nicht.

Das Verbot ist irrelevant, weil sich die Leute im Netz informieren. Sämtliche relevanten Online-Portale der Schweizer Verlage haben das strittige Plakat veröffentlicht. Sogar die Basler Zeitung Online, weil deren Chefredaktor in Zürich beim Tagesanzeiger sitzt und der Printchefredaktor in Basel online nichts zu sagen hat.

Digitale Meinungsfreiheit kann nicht unterbunden werden

Die digitale Meinungsfreiheit kann nicht unterdrückt werden. Das stinkt den Herrschenden von Peking bis Teheran und wahrscheinlich auch in Basel.

Aber trotzdem schön, dass sich jemand um sauber gehaltene Zeitungsseiten und blanke Plakatwände kümmert. Doch es ist nicht mehr als Folklore.

Denn nicht nur die Zensur von Diktatoren, sondern auch von Gutmenschen in westlichen Demokratien kann nicht durchgesetzt werden, weil das Denken und das Streben nach freier Rede im digitalen Raum nicht mehr unterdrückt werden kann.

Damit beenden wir die Diskussion über das Minarett-Plakat und wenden uns wichtigeren Dingen zu: Dem Feierabendbier zum Beispiel. Um sechs in der Harmonie, wer Lust hat.

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Schaut in den Spiel ihr bünzli Angshasen;-)

  • Von: kris
  • , 13. Oktober 2009,
  • 12:57

Mich würde mal interessieren, wenn in den muslimischen Ländern dieses Plakat übernommen werden würde und antatt diese Burkafrau ein SCHWEIZER-ÖRGELIFRTZLICH stehen würde, anstatt die Minarette SCHWEIZER EXPORTBOMBEN verwendet würde u.wenn anstatt der CH-Flagge, das Hakenkreuz genommen wird? Was wäre dann los in der Schweiz???

Re: Letzter Beitrag zum SVP-Minarettplakat

  • Von: Tristan
  • , 10. Oktober 2009,
  • 02:10

Wenn die Theorie stimmt, dass sich die Leute heutzutage hauptsächlich online informieren, dann fragt sich wozu man überhaupt noch Geld in Plakate investieren soll.

Bedenklich ist die Haltung der Basler Stadtregierung allemal, da sehr antidemokratisch. Was ist denn an diesem Plakat schon verwerfliches? Man sieht ein einen Roten Grund mit Schweizer Kreuz, welcher die Schweiz symbolisiert und daraufstehende Minarette, welche letztlich Gegenstand der Inititiative sind. Daneben steht dann noch eine verschleierte Frau. Wie sowas Muslime beleidigen oder gar diskriminieren soll ist mir schleierhaft.

Jene, die immer mit der Antirassismus-Keule draufloshauen sollen mir mal erklären wieso man dem iranischen Präsidenten, der ein bekannter Holocaustleugner ist an der Antirassismuskonferenz in Genf eine Plattform für eine Hassrede geboten hat. Heute wird mit der Antirassismuskeule Politik gemacht. Leide eine Falsche. Holocaust-Leugner lässt man reden, harmlose Plakate hingegen verbietet man.

und es ist auch völlig egal...

  • Von: peter
  • , 09. Oktober 2009,
  • 18:56

...ob die initiative durchkommt oder nicht, weil die ausübung des religions nicht unterbunden werden kann. es werden weder weniger ausländer noch weniger muslime werden.

somit ist das ganze getue energieverschwendung und ablenkung von wirklich wichtigen themen wie steigende krankenkassen prämien, arbeitslosigkeit, usw. aber unsere volkspartei ist anscheinend total verblödet und hat keine wichtigeren sachen zu erledigen.

bemerken sie den denkfehler der geliebten volkspartei?
bemerken sie wie unsere geliebte volkspartei die schweizer bevölkerung verarscht?

nach 20 jahren svp bin ich wieder parteilos. ich sehne mich nach der alten tage, als die svp noch kein chindski war.

freundlichst
peter meili

Mit so einer Einstellung richten Sie erst Recht die Schweiz zu Grunde...

  • Von: odin
  • , 09. Oktober 2009,
  • 20:14

Ich möchte auch das wir uns über die horenden KK-Prämien und die Arbeitslosigkeit unterhalten. Du weisst aber ganz genau das die SVP das stark thematisiert. Die SVP hat sich jüngst gegen die Koplementärmedizin ausgesprochen. Das ist ja auch ein Element das die KK-Prämien steigen lässt. Und es war nicht die SVP im letzten Februar, die sich trotz der Wirtschaftskrise für den freien Personnenverkehr eingesetzt haben. Dort wurde auch die Arbeitslosigkeit thematisiert.

Bei der November Abstimmung geht es wiederum um 60 000 Jobs in der Rüstungsindustrie. Auch hier setzt sich die SVP für deren Erhalt ein. Ebenso bei den Jobs im Bankenwesen die vom Bankgeheimnis abhängen. Ich würde die Augen aufmachen bevor du solche Dinge behauptest.

Und wer sagt dann wir alleine mit der Minarettinitiative weniger Ausländer und Muslime bekomme?? So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Die Minartfrge ist aber dennoch sehr wichtig, weil dies ein Teilaspekt ist, wo wir die islamisierung etwas beschneiden können.

Ein Minarett ist für die Muslime sehr wichtig. Es geht dann auch um die Anziehungskraft solcher Symbole. Neben dem türkischen Minarett kommt dann eben noch schnell die Türkische Metzgerei, der Teppichladen, die türkische Schule etc. hinzu. Vermutlich auch noch der Gesang des Muezzin. Es geht also auch um die Folgeerscheinungen, die so ein Minarett mit Moschee nach sich zieht. Stichwort Parallelgesellschaft. So etwas möchte ich aber nicht wegen unseren verblödeten Gutmenschen. Ich würde die Minarettfrage nicht ins lächerliche ziehen.

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