Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten
Verständnis für Blocher
Von M. M., 21. September 2007 – 09:17:00
Die Vertrauensbasis zwischen Herrn Roschacher und dem Bundesrat war stark erschüttert.
Sagt Finanzminister Merz heute in einem Interview mit dem Zürcher Tages-Anzeiger.
Also nicht die Vertrauensbasis zwischen Herrn Blocher und dem Bundesanwalt war erschüttert, sondern der Gesamtbundesrat hatte kein Vertrauen mehr in Herrn Roschacher. Weiter meinte Merz:
Als sich die Geschäftsprüfungskommission zur Verteilung der Goldreserven äusserte, hat mich die Kritik an meiner Arbeit auch irritiert. Ich habe meinen Kollegen aber meine Sicht der Dinge dargelegt und konnte so die Angelegenheit über die dafür vorgesehenen Verfahren auch angemessen lösen. Insofern habe ich durchaus Verständnis für Blochers Reaktion.
Inzwischen haben die Parlamentarier von links bis rechts kalte Füsse bekommen und wollen nun doch nicht das Thema Roschacher/Blocher "noch vor den Wahlen" aufs Tapet bringen. Der Entscheid ob ja oder nein wurde vom Büro des Nationalrates gestern verschoben.
Die Angst der Mitte- bis Links-Parteien, sie könnten eventuell vielleicht in einer offenen Feldschlacht im Nationalrat eine Schlappe einfahren, scheint stärker zu sein, als die Hoffnung auf einen Gewinn für den eigenen Wahlkampf.
Und weiter lesen wir in der NZZ, dass nun auch das Bundesstrafgericht sich kritisch zum GPK-Bericht äussert:
Das Bundesstrafgericht in Bellinzona weist den Vorwurf der Geschäftsprüfungskommission zurück, der Präsident der Beschwerdekammer habe einen Aufsichtsbericht zur Bundesanwaltschaft eigenmächtig und aufgrund von anonymen Informationen abgeändert.
- 4.0
- | Kategorie: Politik
Kommentare
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Pardon, der Link muss natürlich heissen
- Von: Osservatore Profano
- , 23. September 2007,
- 12:15
OffTopic
- Von: anaximander
- , 21. September 2007,
- 17:38
Ihr FreitagsQuiz als Entschädigung für Ihre heutige Nichtteilnahme an der Arena - Überprüfen Sie Ihre Performance
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Re: Verständnis für Blocher
- Von: Gegenwind
- , 21. September 2007,
- 10:49
Das mit dem Zerwürfnis zwischen BA Roschacher und dem Gesamtbundesrat war ein "secret de polichinelle", wie es unser aller Osservatore Profano nennen würde. Die Einzige, mit der sich Roschacher nie in den Haaren lag, war Calmy-Rey. Mit Couchepin hatte Roschacher Krach wegen dessen persönlichen Mitarbeiters ("1 Franken für Tourismus"-Amtsgeheimnisverletzung, die zum Abgang dieses Mitarbeiters geführt hat) usw. Die Liste finden Sie im aktuellen "L'Hebdo" - nebst den hübschen Bildli, die zeigen, dass Roschacher sich nun als Kunstmaler die Zeit vertreibt.
Manfred Messmer ¦ online relations
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Der Autor
Manfred Messmer ist seit 1986 Berater für strategische Kommunikation und war zuvor während zwölf Jahren als Journalist tätig.
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Aktuelle Kommentare
Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Drei Kilo Altpapier
Was passiert denn, wenn Du bei der baz pdf Seitenansicht...
Jb3
stimmt!
Ich seh' das genauii wie Sie - die Dame hat sowas Sauertöpfisches...
Barbara Umiker Krüger
Re: Re: Re: Re: Re: Re: Drei Kilo Altpapier
Das läuft bei der BaZ/iPad nicht. Ich meine, man kann...
M.M.
Schön, dass Sie mit mir einig sind!
Es würde mich freuen, wenn ich Sie mal persönlich treffen...
Peter Gysin
Eine Intressante These
Wirklich eine sehr intressante These von Herr Ballmer....
Andreas Spindler
Re: Re: Re: Re: Re: Drei Kilo Altpapier
Wenn Du iBooks installiert hast, dann zeigt sich beim...
jb3
leider ist es so... aber wollen wir dies noch mehr?
Ja, leider ist EINHEITSDRANG das was als HEILvolle...
Bern-i
So einfach ist's
Was macht Ihr Euch Gedanken zu "Harmos" & Co.? Stimmt...
Blacky
in Basel manchmal nur noch 1 SchweizerKind..
im Konzern wo ich tätig war, sind viele Angestellte,...
Bern-i
Re: Re: Re: Re: Drei Kilo Altpapier
Das mit iBooks tönt gut, habe ich aber nicht begriffen....
M.M.
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Schleichender Antiparlamentarismus
Die Zeichen an der Wand werden von Tag zu Tag besser lesbar:
Wir erleben mitten in den eidgenössischen Wahlen 2007 eine Welle des schleichenden Antiparlamentarismus. Nicht genug, dass die direkte Demokratie unser Milizparlament dauernd unter einen enormen Leistungsdruck setzt, die Demontage des Parlaments durch die populistisch-plebiszitären Parolen der SVP findet offenbar Unterstützung in der Exekutive. Dass sich Exekutivmitglieder darüber ärgern, wennn das Parlament sie zur Offenlegung ihrer Machtspiele zwingt, ist verständlich, dass aber ausgerechnet der bisher unbescholtene freisinniger Finnzminister nun auch ins gleiche Horn stösst, ist ein Alarmzeichen.
Das Volk wird verarscht bzw. verrät seine Rechte selbst, wenn es anm 21.Oktober nicht die Gelegenheit nutzt, Politikerinnen und Politiker zu wählen, welche Intelligenz, Mut und Beharrlichkeit besitzen, um der Arroganz der Macht (Fulbright) entgegenzutreten und keine Angst davor haben, Verwaltung und Exekutive in den Arsch zu treten, wenn dies nötig ist. Die Wählerinnen und Wähler tun gut daran, sich nicht an Parteiparolen zu halten, sondern auf http://www.martvote.ch... jene Kandidatinnen und Kandidaten auszusuchen, welche nicht einfach Befehlsempfänger einer Parteizentrale sind.
Die Verunglimpfung des Parlaments als "Schwatzbude" im Tausendjährigen Reich wird hierzulande langsam wieder salonfähig. Bürgerinnen und Bürger, wehret den Anfängen!