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Virtuelles Wasser

"Schweizer verbrauchen immer weniger Trinkwasser", titelt baz.online.

Der Trinkwasserkonsum in der Schweiz nimmt seit Anfang der Achtzigerjahre stetig ab. Technische Verbesserungen, Umweltbewusstsein und die schwindende Schwerindustrie haben den Trinkwasserkonsum pro Kopf auf 355 Liter täglich sinken lassen. 

355 Liter - denkste. Was für die Umwelt getan und beim Einseifen den Duschhahn zugedreht? Super! Wassersparer  am Wasserhahn montiert? Bravo, wie nett! Beim kleinen Geschäft die kleine Spühlung gebraucht? Alles Schwachsinn.

Denn: Jetzt gibt es den virtuellen Wasserverbrauch. "Diese Menge ist erforderlich, um all die Waren zu produzieren, die wir täglich kaufen, vom Steak bis zum Autoreifen", schreibt die Süddeutsche.

Danach verbrauchen die Deutschen rund 4'000 Liter Wasser pro Tag. Weil wir es immer es bitzeli besser mögen, können wir in der Schweiz doch grosszügig nochmals 1'000 Liter draufknallen.

So schlägt denn eine Tasse Kaffee mit 140 Litern zu Buche. Shit, dann waren das heute, moment mal, gut und gerne 700 Liter bestes Trinkwasser für diese paar Pfützen Kaffee? 

Merke: Kein Neuglauben zu blöd, um uns ein schlechtes Gewissen zu machen. War schon früher so. Doch damals, bei den Katholiken, ging es immerhin noch um Sex und nicht wie heute ums Wetter und virtuelles Wasser.

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klar, auch ich verbrauche weniger .. und zahle mehr

  • Von: Bern-i
  • , 20. März 2008,
  • 10:42

Claro, verbrauchen wir weniger.. - weshalb? Hiess es da nicht "sparen, sparen, sparen, weniger versauen...?". Also machte ich dies? Und: Blödmann, die IWB kommt darnach: "ätsch ihr habt 10% weniger Wasser verbraucht, also schlagen wir 10% auf"...

Na ja, die Bürokratie, die Trabanten bedienen sich ohn Unterlass, mit und ohne Ablass, - und da denke ich: na so wass - mache ich den Garten mit Regenwasser nass. Das Spülwasser in den Gartentrag zum Spass... - Im Garten nen Behälter aufstell, vom Häuschen-Dächli er ist gefüllet schnell - und die Pflanzen freuen sich, gell - das Wasser ist ganz naturell...

Und die Konsequenz der Geschicht: weniger verbrauch, mehr zahl und die Wegnehm-o-kratie sich zusätzlich bedient sich allemal..

"Gefühlter" Verbrauch

  • Von: Tiffany
  • , 20. März 2008,
  • 10:28

Wie steht es denn mit dem "gefühlten" Verbrauch? Dahinter steht das schlechte Gewissen, im Hochsommer den Garten zu spritzen, den Wasserhahn nach dem Pfannenschrubben nicht SOFORT wieder zuzudrehen, das Wasser eines halb leergetrunkenen, einen halben Tag lang stehengelassenen Glases auszugiessen und - ganz schlimm - die GWM laufen zu lassen, obwohl nur 80% der möglichen 100% Geschirrfüllmenge enthalten ist. Kommen dazu das Auto auf dem eigenen Garagenplatz zu waschen (Achtung die Nachbarn könnten es sehen), den Garagenplatz anstatt mit dem Gardena-Besen zu wischen abzuspritzen und den Rasehnmäher nach Gebrauch mit einem scharfen Strahl aus der G..düse zu reinigen (macht sogar Spass, abgesehen davon, dass der ganze Dreck anschliessend an den eigenen Hosen klebt).
Also meine "gefühlte" (übrigens mein aktuelles Lieblings-Unwort) Wasserverbrauchsmenge ist ganz ok. Denn ich habe mir das schlechte Gewissen abgewöhnt :-).

Re: Virtuelles Wasser

  • Von: David
  • , 20. März 2008,
  • 00:12

Nennt sich das eigentlich «graues Wasser»? Aber für eine korrekte Bilanz müsste dann immerhin das für Exportprodukte verbrauchte Wasser abgezogen werden.

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