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Zeit der Rückblicke

Liegt's allein am Alter? Mich interessieren diese Rückblicke der Medien überhaupt nicht (mehr).

Letzte Woche hat die NZZ einen aufwendig gestalteten Jahresrückblick der Zeitung beigelegt. Der wanderte ungelesen in den Zeitungsstapler.

Diese alljährlichen Rückblicke nerven. Es braucht sie nicht mal mehr zur persönlichen Dokumentation. Denn es ist ja alles bei Google und Co. gespeichert ist und immer abrufbar. Seither gibt es keine schön gebündelten Jahresereignispakete mehr. Im Web ist alles ist gleichzeitig.

Von mir aus könnten die Medien auf dieses Jahresendsritual verzichten.

Ich brauch das nicht, ich war ja dabei.

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Scheriat (heute: Scharia) vor 100 Jahren

  • Von: Mittelmass
  • , 21. Dezember 2009,
  • 21:32

Mir geht es genauso, der Jahresrückblick interessiert mich auch nicht mehr, auch nicht im TV.

Trotzdem habe ich zufällig bei der NZZ Chronik eine interessante Meldung gefunden, nähmlich eine vor 100 Jahren.

Das Osmanische Reich war kurz vor dem Ende und die Jungtürken bedrängten den Sultan, vor den Balkankriegen und dem 1. WK.
Da ich den Text online nicht gefunden habe zitiere ich ihn auszugsweise gemäss der Meldung vom 20. April 1909 aus Konstantinopel:

-...Man darf es darum als Tatsache ansehen, dass die Moral der letzten Ereignisse der Triumph der im Scheriat (türk. für Scharia, Mittelmass) verkörperten, islamitischen Idee ist. Dieses unantastbare, unveränderliche, über jede Verfassung stehende heilige Gesetz... ...mischt sich in alle Handlungen des bürgerlichen Lebens ein und ist ein Hindernis für jeglichen Fortschritt auf gesetzgeberischen Gebiete, weil es Verboten ist, irgend eine seiner Bestimmungen zu verändern.
Wenn die Lehren des Scheriats in allen Verwaltungsfragen des Landes das letzte Wort haben sollen, so muss man sich wirklich fragen, wie die Türkei mit den westlichen Nationen auf der Bahn einer freien Entwicklung Schritt halten soll.-

Die NZZ sah damals die Realitäten so wie sie sind und heute macht es auf Multikulti, politisch korrekt. Und die Probleme sind leider nicht geringer, auch nicht in der heutigen TR, sondern globaler geworden.

Falls jetzt jemand denkt, was geht mich das an, dann kann ich nur sagen, schaut auf GB wo schon 90 Scharia Gerichte eingeführt wurden. Und wenn jetzt jemand sagt, na und, ich bin ja kein Muselmann, ok, was ist aber wenn man einmal eine Streitigkeit mit eben so einem hat und man vor Gericht will und er auf die Scharia beharrt? Was ist mit den Frauen die in der EU sich archaiischen Gesetzten beugen müssen?

Darf ich auch einen Sklaven halten, ich bin Somalier und dort ist es normal und cool?

Und die oft behauptete Floskel -niemand will hier die Scharia einführen- ist falsch und gelogen. Dies kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Re: Scheriat (heute: Scharia) vor 100 Jahren

  • Von: M.M.
  • , 21. Dezember 2009,
  • 21:52

Sie sehen das viel zu eng. Die Immigranten mit moslemischem Hintergrund sind eigentlich Opfer. Der Umstände. Und deshalb müssen wir ihnen helfen, sich zu integrieren, aber gleichzeitig sollen sie ihre Identität behalten dürfen. Es braucht Verständnis auf beiden Seiten. Und denken Sie auch an die Evangelikalen. Es braucht mehr Sprachunterricht. So ein Scharia-Gericht ist ja nur für eine Übergangszeit, bis sie im Westen angekommen sind.

So in dieser Art hat kürzlich Herr Gross, ein Nationalrat, bei Standpunkte auf SF2 geredet. Da zwei junge deutsche Türken. Die wollten es einfach nicht akzeptieren, dass sie Opfer sein sollen. Und widersprachen Herrn Gross auch punkto Moslem. Die Frau sagte, man solle die Dinge doch einfach beim Namen nennen. Einen gewalttätigen Schweizer bezeichne man auch nicht mit "Katholik" sondern nur mit "gewalttätig". Der Mann meinte, die Moslems seien islamfixiert, was ja nicht unbedingt normal sei. So als Mensch.

Herr Gross wurde dann ziemlich sauer. Weil diese beiden nicht Opfer sein wollten und er damit ziemlich aus der Rolle fiel. Denn ohne Opfer muss sich ja auch niemand hätscheln und dätscheln. Schon gar nicht Herr Gross.

Übrigens war die Aufregung seinerzeit gross, als Herr Koch, ein Bischoff, auf der katholischen Gerichtsbarkeit beharrte.

Re: Re: Scheriat (heute: Scharia) vor 100 Jahren

  • Von: Mittelmass
  • , 22. Dezember 2009,
  • 00:55

Danke für die Antwort.

Die Türken, von denen Sie reden, WURDEN NICHT GEBRIEFT;=)

Ja, ja, am Ende haben alle ihre Gerichtbarkeit, was gleichbedeutend ist mit Wilder Westen, dann knallst wieder einmal schön, alle rufen wieder nie wieder, und geben sich dann eine Verfassung die für ALLE gelten soll, und wenn sie nicht...
Moment mal, wir haben ja schon so eine Verfassung, kopfridstutz!


Geld besser einsetzen

Ich sehe das genau gleich. Schon fast mit einem leichten Ärger werfe ich den Einband auf den Altpapierstapel. Für das eingesetzte Geld könnte die NZZ dem Leser sicher Nützlicheres bieten oder einfach die Abogebühr senken (oder weniger erhöhen).

Jahresrückblick

Das Jahr 2009 war ein besonders wichtiges Jahr. Viele Menschen sind aus ihrem Dornröschen-Schlaf aufgewacht. Sie haben realisiert, dass die "Wahrheit" der gleichgeschalteten Medien, nichts mit der wirklichen Wahrheit zu tun hat. Viele vorsätzliche Lügen wurden von kritischen Bloggern hinterfragt und aufgedeckt. Schweinegrippe und CO2-Hysterie sind nur die Spitze des Eisberges. Die politische Elite hat vom Volk einen Denkzettel erhalten. Die Minarette sind abgelehnt worden und damit eine Diskussion eröffnet, welche von den "politisch Korrekten" gerne unterdrückt worden wäre. Leider hat sich die Schweiz in den letzten Jahren vom Rechtsstaat in einen Richterstaat verwandelt. Es wird nicht mehr Recht, sondern Macht gesprochen. Richter, Bundesräte, Parlamentarier und andere Verwaltungsbesoldete hoffen darauf, möglichst bald in die EU eintreten zu können. Im Volk hat sich aber herumgesprochen, dass die EU ein bürokratischer Moloch ist, der mit der ehemaligen Sowjetunion vergleichbar ist. Dass Bernanke vom Magazin "Time" zum Mann des Jahres gewählt worden ist und Obama den Friedensnobelpreis erhalten hat, zeigt wohin die Reise geht. Die FED wird weiterhin Dollars aus dem Nichts produzieren und damit eine Hyperinflation auslösen. Obama wird neben Afganistan auch den Iran mit Krieg "demokratisieren". Die Arroganz der Macht wird auch im nächsten Jahr auf allen Ebenen die ehrlichen Bürgerinnen und Bürger über den Tisch ziehen.

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  • Stand: 05:30:02 - 10.03.2010

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