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Zweierticket

Die Kommentatoren des Schweizer Fernsehens scheinen sich so abgesprochen zu haben, dass die SVP mit einem Zweierticket zur Wahl am 10. Dezember antreten wird.

Der eine Kandidat wird Blocher heissen, den die Zürcher eben zu ihrem Kandidaten gekürt haben und der andere Name ist derzeit noch blank.

Die Argumentation läuft dann so, dass eine Einerkandidatur Blocher keine Chance habe, die SVP also weiterhin nicht in der Regierung vertreten wäre. Weil die aber genug von der Oppositionsrolle hat und auch die anderen die SVP zurück in der Regierung haben wollen, wählen die Parlamentarier einfach den zweiten Mann. Und alle sind zufrieden.

Was ist das für eine gequirlte Kacke! Meint jemand ernsthaft - und wahrscheinlich noch andere in der Wandelhalle - dass die SVP Herrn Blocher der Vereinigten Bundesversammlung auf dem Silbertablett zum Abschuss frei gibt?

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"Blocher schliesst Verzicht nicht mehr aus"

  • Von: www.tages-anzeiger.ch
  • , 19. November 2008,
  • 08:16

Hmmm ... Das wäre in der Tat, "auf die alten Tage" ein guter Dienst an dem Lande, das er so liebt.

http://www.tagesanzeig...

Bazonline schreibt etwa

  • Von: dasselbe
  • , 18. November 2008,
  • 17:51

wie Sie, mm.

Nur mit ein bisschen anderen Worten:

"Von den Gegnern verhöhnt, von der eigenen Fraktion desavouiert - wieso steigt Christoph Blocher, Leitfigur der SVP, überhaupt noch einmal ins Rennen? Er könne gar nicht anders %u2013 das sagen Wegbegleiter wie der frühere SVP-Parteichef Ueli Maurer. Denn wenn Blocher von sich aus auf eine Kandidatur verzichten würde, sähe es aus, als habe er resigniert, sagt Mauerer.

Konkret: Blocher brauche die Kandidatur als Legitimation, um weiter politisieren zu können. Und auch die SVP wolle auf den «Ausnahmekönner Blocher auch in Zukunft nicht verzichten», sagt Maurer. Der frühere Parteichef, der selber als Bundesratskandidat gehandelt wird, weist darauf hin, dass ein grosser Teil der 700'000 SVP-Wähler «Fans von Blocher» seien. «Es wäre von der Basis als Verrat empfunden worden, wenn wir Blocher nicht nominiert hätten», sagt Maurer.

Blochers Gegner, selbst Leute in der SVP, sehen dies etwas anders. Sie argumentieren, dass ein neuer SVP-Vertreter im Bundesrat %u2013 etwa Ueli Maurer oder Caspar Baader %u2013 Blocher die Führungsrolle in der Partei streitig machen würde. Deshalb sei für den Zürcher Grosspolitiker ein Scheitern als Kandidat und ein Verbleiben seiner Partei in der Opposition letzlich weniger schlimm als ein anderer SVP-Bundesrat.

Der Zürcher Kantonalpräsident Maurer allerdings glaubt an eine reelle Chance Blochers: «In drei Wochen ist noch vieles möglich», sagt Maurer."

das Wahlpuzzle

  • Von: U.H.
  • , 18. November 2008,
  • 17:05

Hei, ist das kompliziert. Versuchte, etwas Ordnung in dieses Wahlpuzzle zu bringen:

This Jenny bringt es auf den Punkt: "Ich bin überzeugt dass wir am 10. Dezember mittags wieder einen SVP-Bundesrat haben werden, und zwar Ueli Maurer". "Vielleicht tritt Blocher bei einem Zweierticket gar nicht an", so Ulrich Giezendanner. Auch die Lösung "Blocher Plus" sei nicht unbedingt nötig. Die FDP-Stimme: "Wir haben immer sehr deutlich gemacht, dass abgewählte Bundesräte keine Chancen haben", sagt Gabi Huber. Sie könne sich nicht vorstellen, dass sich an dieser Haltung etwas ändern würde. Ausserdem habe die SVP in ihren Reihen noch "andere, wählbare Kandidaten". Die Mitteparteien FDP und CVP reagieren kühl auf das Ultimatum der SVP. Sie fordern die Partei zur Erfüllung der Hausaufgaben auf. Innerhalb der SVP-Bundeshausfraktion gibt es deutliche Gegner einer Einerkandidatur Christoph Blochers für den Bundesrat. Für den Fall eines Zweiertickets ist SVP-Nationalrat Ueli Maurer einer der Favoriten - obschon dieser offiziell nicht will. Die BaZ zitiert einen Zürcher SVPler, der sich schon vor der Bundesratswahl ein klares Verdikt der anderen Parteien gegen Blocher wünscht %u2013 "dann werde es die Fraktion nämlich schaffen, Blocher beizubringen, dass es Zeit sei für einen anderen". Gegen ein Einerticket ist beispielsweise der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri. "Wenn die SVP wieder in die Regierung will, braucht sie jemanden vom Gedankengut Blochers. Zudem muss er bei einer Mehrheit des Parlaments wählbar sein. Für mich steht ganz klar eine Zweierkandidatur im Vordergrund". Der Zürcher SVP-Präsident Ueli Maurer will nicht als Bundesratskandidat gegen Christoph Blocher antreten. Der Aargauer Nationalrat Ulrich Giezendanner schlägt eine Kandidatur ganz aus. Er unterstützt aber nicht Blocher, sondern Adrian Amstutz. Baader selber will es indessen auf keinen Fall zu einem Zweikampf mit Blocher kommen lassen. Dieser sei aber "fähig, das Amt zu führen". Weil das Parlament Blocher aber nicht wählen werde, gebe es, so die NZZ -für die Partei nur zwei mögliche Auswege, um wieder in den Bundesrat einzuziehen: entweder einen Zweiervorschlag "Blocher avec ..." oder einen freiwilligen Verzicht des "SVP-Übervaters". Die Berner Zeitung fragt: "Setzt die SVP-Fraktion nun auf die "chancenlose Einerkandidatur von Blocher" und damit auf das "harte Brot der Opposition" für weitere drei Jahre? Der Tagi prophezeit der SVP mit der neuerlichen Nominierung ihres "Heilsbringers" eine Zerreissprobe. aus Zürich. Die BaZ stellt fest, dass sogar Hardliner zurück in den Bundesrat wollten. Alle wüssten zwar, dass dies mit Blocher nicht möglich sei, nur: "Wer bringt dies Christoph Blocher bei?" Und die SP und die Grünen und und und - spielt eigentlich keine Rolle, denn auch mit deren Aussagen kann diese Gleichung mit so viel Unbekannten nicht aufgehen.

Eigentlich wäre alles so einfach, aber einfache Lösungen scheinen oft zu billig. Blocher WAERE der ideale BR, denn

1. er hat unbestrittenermassen industrielle und militärische Führungskompetenz, grosse politische Erfahrung und hat Durchsetzungsvermögen

2. er wäre BR nicht um des Geldes, des Ansehens oder der Macht wegen, sondern - und das nehme ich ihm ab - ein BR für die Schweiz.

3. für das gebeutelte VBS gäbe des momentan keinen fähigeren Kandidaten

4. schon in vielen Unternehmen und Vereinigungen hat man, ungeachtet ihres Alters, Altgediente mit Erfolg zurückgeholt

Wenn das alle einsähen, käme es zu einer "Rehabilitierung" von alt/neu BRB und die politische Welt wäre, mindestens bis zu den nächsten Gesamterneuerungswahlen, wieder in Ordnung.

Können die gebeutelten Medien adieu Blocher sagen?

  • Von: Agon.
  • , 18. November 2008,
  • 17:35

C'est le ton, qui fait la musique. Und Blocher ist offenkundig, siehe den gegenwärtigen Tanz, ausser Stande, ihn zu finden. Deshalb ist er ausser Stande, den ersten Schritt zu tun. Dadurch verunmöglicht er, dass "es zu einer 'Rehabilitierung' von Blocher kommen kann".

Und da er nicht bescheuert ist, muss sein Plan sein, die Reihen für die letzte Phase seines ewigen Kampfes zu schliessen. Die Medien machten ihn zu dem, was er scheint. Ihnen obliegt es, die Akte B. zu schliessen. Ob sie sich das angesichts der dramatisch fallenden Umsätze leisten können und leisten wollen? Ich denke nicht.

"Ist Blocher überhaupt wählbar?"

  • Von: www.bazonline.ch
  • , 18. November 2008,
  • 11:19

"Für die SVP und ihren Präsidenten Toni Brunner ist klar: In Zeiten der Krisen ist Christoph Blocher der fähigste Mann für die Schmid-Nachfolge. Doch wie sehen das die anderen Parteien ..."

Re: "Ist Blocher überhaupt wählbar?"

  • Von: link
  • , 18. November 2008,
  • 11:20

http://www.bazonline.c...

Baader

  • Von: Paule
  • , 18. November 2008,
  • 10:08

Baader wird's. Auf einem Einerticket. Alles andere wäre ein Einknicken der SVP. Die können nur einen Stromlinienförmigen bringen. Damit wir alle auch dieses SVP-Experiment durchmachen.

Die Stärke der SVP ist die Schwäche der anderen Bürgerlichen.

Re: Baader

  • Von: www.bazonline.ch
  • , 18. November 2008,
  • 15:33

" ... tritt nicht gegen Christoph Blocher an." Die Baselbieter SVP will Nationalrat und Fraktionschef Caspar Baader ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid schicken. Doch dieser sieht das anders ...

http://www.bazonline.c...

Couchepin: Symbol der historischen Niederlage.

  • Von: Agon.
  • , 18. November 2008,
  • 10:14

Blocher wird nicht gewählt - alle anderen refüsieren. Hierauf wette ich ein Getränk Ihrer Wahl. ... Hoffnung hier, Illusion dort, Utopie integral.

Die nächste Niederlage begründen hingegen wird das "Bildli" am 10. Dezember: Couchepin und Leuenberger!

CVP, FDP, SP oder SVP und x

  • Von: Agon.
  • , 18. November 2008,
  • 09:29

An sich ne simple, bereits vor Jahresfrist final beantwortete Frage. Wie dem heutigen Tages Anzeiger Interview mit dem Assistenten Blochers zu entnehmen, und was nun wirklich keine Überraschung ist, stellt die, die Schweizerische SVP zu dem was sie ist formende, Zürcher SVP dergestalt 'die Vertrauensfrage', als sie sagt: "Bleiben wir uns treu oder verraten wir uns?". Wenn wir das in nen Kontext mit dem hier vor einiger Zeit, mit Fug und Recht, seitens des Editors Konstatierten (1. Macht, 2. Macht, 3. Macht) stellen, so müsste - an sich - selbst Leuten, die mental unumkehrbar jenseits des Realen operieren klar geworden sein, dass die Zürcher SVP den Mann, der sie während den letzten 16 Jahren medial und elektoral zu der "National Number One" machte, ganz gewiss nicht quasi vor der Weltöffentlichkeit einer "Entente Cordiale" mit ihren Feinden opfern, ihn in historisch einzigartiger Art und Weise, final lächerlich machen!

Abermals müssen die als rückgratlos geouteten CVP und FDP ihre nostalgische Utopie begraben, dass Alles schon sehr bald wieder wird, wie es mal war. Sie werden die sein, die am 10. Dezember 2008 zu dem - erstaunlicherweise - konsternierenden Schlusse kommen werden, dass sie abermals die Nummer zwei bis x auf dem Rücken tragen.

Ausser es kommt eine überzeugende Botschaft, substantiiert mit einer ebenso überzeugendenr Person! Nur schon der Gedanke daran jedoch, dass Couchepin noch immer Bundesrat sein wird, wirkt in hohem Masse präjudizierend für sachliche Kredibilität!

und: Amstutz, Baader, Fuhrer, Maurer, Schwander - sie alle

  • Von: Nachtrag
  • , 18. November 2008,
  • 09:46

werden die Wahl ablehnen und vor den 245 - 246, per Saldo, sehr teuer bezahlten Räten die seit Jahren offenkundige Botschaft, mit Verve, verkünden, akzentuieren: "Wir, SVP, sind das Volk! Gegen Mittelmässigkeit, gegen Betrug, gegen Filz, gegen Verrat. Wir, Frau wie Mann, stehen geeint und unumkehrbar hinter dem, wie alle wissen, fähigsten Mann der Schweizerischen Politik, der - Ironie des Schicksals - unser Führer ist: Seffi Blocher!"

Und der ganze Haufen aus Politikern und Medien, wird sich ob der Impertinenz echauffieren, Skandal brüllen und noch immer nicht merken, dass sie, final, die looser sind!

Nur ein radikaler Generationenwechsel, ...

  • Von: Agon.
  • , 18. November 2008,
  • 10:06

ich wiederhole mich, wird in der Schweizer Politik Veränderung - zu Gunsten liberalen Gedankenguts bringen können. So hofft meine Wenigkeit, dass der 10. Dezember dazu führen wird, dass die alte Garde endlich in Rente geht. In der über jeden Zweifel bewiesenen Erkenntnis, dass sie seit 1992 integrastl, komplett, totalst versagt hat.

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  • Stand: 02:43:55 - 09.02.2010

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