Von M. M., 03. Oktober 2008 – 22:00:00
Zusammengerechnet haben wir in den letzten Jahrzehnten annähernd zwei Jahre in Italien verbracht. Vom Norden bis tief hinunter in den Süden. Das Land lebt von der Substanz. Zumindest in den Innenstädten. Kein Baukran weit und breit. In Bologna zum Beispiel, immerhin eine Stadt mit 384tausend Einwohnern. Keine Auseinandersetzung zwischen zeitgenössischer Architektur und historischen Bauten. Auch nicht im renaissance-konservierten Siena. Gebaut wird ausserhalb, zumeist ziemlich ... weiterlesen
Von M. M., 10. September 2008 – 13:25:00
...als die in Genf ihren Feuerstuhl in Bewegung setzten. Nur so für die Nachwelt, falls eintritt, was einige behaupten, dass die Welt nämlich untergehen wird, wenn die ihren Stuhl in Bewegung setzen und bei solch einschneidenden Ereignissen später die Frage kommt, wo warst du, als die ihren Speedmaster in Bewegung setzten? ... weiterlesen
Von M. M., 11. Mai 2008 – 19:33:00
Es wurde schon über vieles in der Blogossphäre geschrieben. Zum Beispiel auch über Pfingsten. Deshalb spare ich mir den Aufwand und zitiere, was Zettel in seinem Raum vor einem Jahr geschrieben hat: Es ist dem Pfingstfest gegangen wie den meisten christlichen Festen. Sie wurden erst vom Fest- zum Feiertag und dann vom Feiertag zum freien Tag. Im Grunde sind die meisten ehemaligen Festtage heute Urlaubstage, nur übers Jahr verstreut, zusätzlich zum Jahresurlaub. Urlaubstage, ... weiterlesen
Von M. M., 01. Mai 2008 – 17:30:00
Die Menschen hielten in ihrer Arbeit inne, Autofahrer stoppten ihre Fahrzeuge. Mit Schweigeminuten und Sirenen hat heute Israel den sechs Millionen Opfern des Holocaust gedacht. Meine Grosseltern: Lina Müller-Stumpp Heinrich Müller Jahrgang 1901 Jahrgang 1876 Erschossen 11.8.1943 Erschossen ... weiterlesen
Von M. M., 28. April 2008 – 08:15:00
Berücksichtigen wir doch mal die dem Esoterischen zugeneigten Leser unseres bescheiden dahintümpelnden Blogs. Die Sache ist die. Da gab es diesen Indianerhäuptling Tecumseh. Der hat so um Achtzehnhundert und ein paar Zerquetschte einen Fluch ausgestossen, wonach alle "Grossen Weissen Väter", also die Präsidenten der USA, sterben müssen, die in einem Jahr gewählt werden, das durch 20 teilbar ist. Der Mann hatte zum einen ganz offensichtlich ... weiterlesen
Von M. M., 29. März 2008 – 23:09:00
Gastkommentar von Osservatore Profano "Perché la Svizzera italiana" heisst die Titelgeschichte, die der ursprünglich aus Sarajevo stammenden Politologe und Tessiner SP-Grossrat Nenad Stojanovic in der neuesten Augabe von TICINO "settimanale della Svizzera italiana" (Wochenendbeilage des CORRIERE del TICINO) publiziert hat. Er bespricht darin den eben erschienenen 2. Band der Korrespondenz des ersten Tessiner Bundesrates, des liberal-radikalen Stefano ... weiterlesen
Von M. M., 21. März 2008 – 12:00:00
Es herrscht bei uns einige Verwirrung um den Begriff "Liberal". Keine Partei mehr, die sich nicht mit diesem, weil modisch gewordenen Attribut aufpeppt. Geradezu grotesk ist Usurpation des Begriffs durch die römisch-katholische CVP und die internationalistische SP. Bei den klassischen liberalen Parteien, der FDP und der LDP, herrscht indes Verwirrung, besser Orientierungslosigkeit. Das liegt auch am Personal. Weder der Parteipräsident der einen Partei noch der anderen ... weiterlesen
Von M. M., 18. März 2008 – 17:09:00
Eigentlich dachte ich, dass nach Folge V des netten Basler Asylbewerbers nun endlich Schluss sei. Doch jetzt kommt dieses Basler Stadtbuch der renomierten Christoph Merian-Stiftung. Das ist so etwas wie die jährliche Stadtchronik und geniesst deshalb einen hohen Nachschlagewerk. Mit der Ausgabe 2007 erreicht die Singh-Rührseligkeit ihren Gipfel: Basels beliebtester Asylbewerber - richtig ist wohl, dass er der einzige ist, den die Basler überhaupt mögen - also der Herr Khalsa ... weiterlesen
Von M. M., 09. März 2008 – 11:48:00
Seit zwei Wochen beschäftige ich mich mit einem der irritierendsten Bücher, das ich je gelesen habe, mit Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten.“ Nach fünfzig Seiten habe ich mich gefragt, ob man so etwas überhaupt lesen soll und nach weiteren fünfzig Seiten, ob man so etwas überhaupt lesen darf. Schliesslich habe ich das Buch beiseite gelegt, weil ich nicht mehr sicher war, ob ich so etwas überhaupt lesen will, im Jahr 2008. Und dann war noch diese ... weiterlesen
Von M. M., 31. Dezember 2007 – 18:50:00
Wenn schon alle eine Rückschau machen, dann soll das auch mir gestattet sein, zumal ich gerade noch rechtzeitig vor Torschluss Herrn Grippe mit viel Tee und einer guten Portion Chemie zum Haus raus treiben konnte. Die Rückschau ist gleichzeitig auch eine Vorschau. So hat man es doch gern. Deshalb dreht es sich nicht ums Wetter – das ändert oder es bleibt wie es ist – sondern um die Politik. Und da befindet man sich sofort auf dem Glatteis – the best place on earth. ... weiterlesen