Von M. M., 17. Juni 2010 – 12:03:00
Die Nationalbank warnt vor einer Immobilienblase in der Schweiz, die Banken gingen allzu locker bei der Vergabe von Hypotheken um. Es würden sich Leute mit billigen Krediten Häuser und Wohnungen kaufen, die aufgrund ihrer Einkommenssituation bei einem Zinsanstieg in ernsthafte Zahlungsprobleme schlittern werden. Hatten wir das nicht schon mal? Sind Banker tatsächlich nicht lernfähig? Ich kann es nicht glauben. ... weiterlesen
Von M. M., 29. April 2010 – 08:40:00
In meinem lokalen Leibblatt lese ich heute einen Kommentar zur Griechenland-Euro-Krise. Die Lage ist für den Journalisten klar: Es waren die Spekulanten, welche Griechenland in den Abgrund stiessen. Solchen Unsinn werden wir in den nächsten Tagen wohl noch öfters lesen müssen. Doch Fakt ist, dass die Kapitalmärkte - und selbstverständlich auch Spekulanten - in den letzten Wochen den Stand der Dinge schlicht und ergreifend so einschätzten, wie sie nun mal sind: ... weiterlesen
Von M. M., 28. April 2010 – 20:46:00
Seien wir angesichts der sich abzeichnenden Finanzkrise Nr. 2 etwas sarkastisch: Die europäischen Erschütterungen sind gute Nachrichten für den Schweizer Bankenplatz. Denn nun werden er und der Schweizer Franken wieder zum sicheren Hafen für (versteuerte) bedrohte Vermögen. Wie in den Dreissigern des letzten Jahrhunderts. Denn wer es beispielsweise als deutscher Mittelständler in den letzten dreissig, vierzig Jahren durch ehrliche Arbeit und trotz 50-Prozent- Steursatz ... weiterlesen
Von M. M., 07. April 2010 – 15:33:00
Wenn wir uns die Diskussion über die Banker-Boni Revue passieren lassen, dann bleibt ein Eindruck bestehen: Banker wie Brady dable ju Dougan leben in einem Paralleluniversum. Wir sehen, was ihn umtreibt, empfangen seine Botschaften, aber er und seine Kollegen haben ganz offensichtlich den Kontakt zu Houston verloren. Der Wirtschaftshistoriker Richard S. Tedlow (Harvard Business School) hat über das Phänomen ein Buch geschrieben: Denial: Why Business Leaders Fail to Look ... weiterlesen
Von M. M., 18. März 2010 – 16:47:00
Irgendwie kommt mir das bekannt vor, was sich derzeit zwischen der UBS und der Politik abspielt. Dieses völlige Unverständnis auf beiden Seiten. Es erinnert mich an den November 86, als in Schweizerhalle eine Lagerhalle der SANDOZ brannte. Dieser zum Fanal hochgeredete Brand hat die Basler Politik und die Basler Chemieindustrie für immer entzweit. Denn die Schuldzuweisungen und, darauf folgend, die zum Teil abstrusen Begehren der Politik, stiess innerhalb des Konzerns auf Konsternation. ... weiterlesen
Von M. M., 18. März 2010 – 11:21:00
Die USA werden weltweit neue Regeln fürs Bankgeschäft durchsetzen. Man kann davon ausgehen, dass es für die meisten Schweizer Banken ziemlich teuer und deshalb unrentabel wird, für amerikanische Kunden tätig zu sein. Soll man sich deshalb darüber aufregen? Nun, man kann den Vorgang relativ einfach werten: Es handelt sich um eine weitere Eskalationsstufe in einem weltweiten Wirtschaftskrieg. Das Vorgehen der USA ist insofern interessant, als die US-Banken derartige ... weiterlesen
Von M. M., 08. März 2010 – 16:11:00
Man ist ja als einfacher Bürger zumeist weiter, als die Politik in Bern. Eigentlich dachte ich, dass das mit der Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung schon längst gelaufen sei. Und auch über die sogenannte "Weissgeldstrategie" müsste man nicht mehr gross diskutieren. Aber die FDP erinnert heute daran, dass dem noch lange nicht so ist. Nachdem sie letzte Woche noch Deutschland verklagen wollte und überhaupt ein gewisses Verharrungsvermögen ... weiterlesen
Von M. M., 15. Februar 2010 – 16:57:00
Eigentlich könnte man sich ja auch wundern, über die Aufregung über die paar gestohlenen Datensätze aus Schweizer Banken. Denn Fakt ist, dass die US-Regierung dank Swift Zugriff zu täglich 15 Millionen Überweisungen zwischen 8.000 Banken aus Europa hatte. So richtig bekannt ist dies erst geworden, seit das EU-Parlament den automatischen Datenaustausch (!) mit den USA abgelehnt hat. Ein bemerkenswertes Nein, das man sich in der Schweiz zum Vorbild nehmen sollte. ... weiterlesen
Von M. M., 13. Februar 2010 – 10:44:00
Die Mittellandzeitung veröffentlicht heute ein aufschlussreiches Interview mit Michael Reiterer, dem EU-Botschafter in Bern. Aufschlussreich insofern, als mit dem Interview der Eindruck erweckt werden könnte, bei Herrn Reiterer handle es sich nicht um einen Botschafter sondern um den Statthalter der EU. Denn Herr Reiterer gibt den Tarif durch und der lautet: Mit der EU gibt es nichts mehr zu verhandeln. Die Schweiz habe sich einfach „in die europäische Normalität einzuordnen.“ ... weiterlesen
Von M. M., 12. Februar 2010 – 10:52:00
Die UBS, so liest man, will eine neue weltweite Image-Kampagne starten. Sie soll weniger kosten, als die letzte, so rund 50 Mio. Dollar. Wobei diese tiefere Zahl wohl bereits Teil der Kampagne ist. Ich bin sehr skeptisch, ob diese Kampagne tatsächlich etwas bringen wird. Denn jede positive Aussage, wird gleich noch das Negativbild mittransportieren. Und jede neue Nachricht, wird mit der Kampagne in Verbindung gebracht. Die Reputation der UBS ist derart im Keller, dass eine Imagekampagne nichts ... weiterlesen